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	<title>Till Achinger &#187; PR</title>
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		<title>Nestlés Facebook-Fanpage: Entwicklung einer Krise</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 22:53:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Knuddelige Menschenaffen, ein bösartiger Großkonzern. In Szene gesetzt in einem Video, in dem Blut an einem Schokoriegel klebt. Und Greenpeace als treibende Kraft hinter der Kampagne. Im euphemistischen PR-Sprech ausgedrückt: Das ist kein Gewinnerthema für Nestlé.
Über Nestlé, Greenpeace und die Kampagne selbst, die sich gegen den Einsatz von nicht nachhaltig angebautem Palmöl wendet, finden sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Knuddelige Menschenaffen, ein bösartiger Großkonzern. In Szene gesetzt in einem Video, in dem Blut an einem Schokoriegel klebt. Und Greenpeace als treibende Kraft hinter der Kampagne. Im euphemistischen PR-Sprech ausgedrückt: Das ist kein Gewinnerthema für Nestlé.</p>
<p>Über Nestlé, Greenpeace und die Kampagne selbst, die sich gegen den Einsatz von nicht nachhaltig angebautem Palmöl wendet, finden sich alle wichtigen Fakten schnell bei Google. Hier sei nur auf den reflektierten <a title="Mirko Lange: Alles konstruiert. Nestlé zu verurteilen hilft weder dem Urwald noch dem Orang-Utans." href="http://talkabout.posterous.com/alles-konstuiert-nestle-zu-verurteilen-hilft">Beitrag von Mirko Lange</a> hingewiesen, der die Fakten hinter der Greenpeace-Argumentation kritisch beleuchtet. Eine Chronologie der Ereignisse für diejenigen, an denen die Geschichte bisher vorbeigezogen ist, veröffentliche ich noch.</p>
<p>Gerade geht es mir um einen Ausschnitt der Debatte: Viele PR-Blogger haben vermutet, dass die Greenpeace-Kampagne ohne die Reaktionen Nestlés weniger wirkungsvoll geblieben wäre. Intuitiv habe ich mich dem angeschlossen: Schon der Versuch, juristisch gegen die Verbreitung des Videos vorzugehen, wird dem Unternehmen nicht geholfen haben. Und so gut das Video und die ganze Kampagne auch inszeniert war, der eigentliche Sturm der Entrüstung brach verspätet los und wäre in dieser Heftigkeit vielleicht ausgeblieben, hätte ein unbeholfener Community-Manager die ohnehin empörten Gelegenheits-Aktivisten nicht gänzlich gegen sich aufgebracht.</p>
<p>Um die Entwicklung auf der Facebook-Seite ein wenig besser nachvollziehen zu können, habe ich mir die reinen Zahlen angesehen. Dazu habe ich die Kommentare seit Beginn der Palmöl-Kampagne mit Zeitstempel ausgelesen und auf eine Zeitachse aufgetragen (zum Vorgehen s.u.). Heraus kam dies:</p>
<p><a title="Nestlé Facebook-Fanpage comments during the Greenpeace palm oil campaign by pfandtasse, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25911674@N04/4457469111/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2758/4457469111_3d04f60fef.jpg" alt="Nestlé Facebook-Fanpage comments during the Greenpeace palm oil campaign" width="500" height="304" /></a></p>
<p>Man sieht deutlich, dass schon an den ersten beiden Tagen der Kampagne mehr Kommentare eingingen als zuvor. Allerdings hielt sich die Debatte noch in Grenzen, verglichen mit dem, was noch kommen sollte. Am Mittag des 19. März explodierten dann die Zahlen. Was war da los?</p>
<p><a title="nestle fb 7:26 by pfandtasse, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25911674@N04/4458588614/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4068/4458588614_687e3b4800.jpg" alt="nestle fb 7:26" width="320" height="500" /></a></p>
<p>200 (!) Kommentare gingen auf die Bitte ein, das Firmenlogo nicht zu verwenden und zu verändern &#8211; viele mit veränderten Nestlé-Logos als Profilbildern. Klassisches Beispiel von <a title="Wikipedia: Reaktanz (Psychologie)" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reaktanz_(Psychologie)">Reaktanz</a>. Man fragt sich, wer auf die naive Idee kam, diese Bitte würde irgend eine positive Wirkung haben und nicht als grotesk deplaziert aufgefasst werden. Damit nicht genug, der Administrator wird richtiggehend patzig. Der Ton der Aktivisten und Sympathisanten ist härter, von einem Unternehmen erwartet man aber eine andere Sprache. Die Diskussion wird hitzig. Dabei muss man im Auge behalten, dass jeder Kommentar auf der Nestlé-Fanpage auch im &#8220;Lifestream&#8221; der Kommentatoren auftaucht, also auf den Facebook-Startseiten all ihrer Kontakte. So ergibt sich schnell eine latente Reichweite von 20.000 Menschen, die knapp 100.000 &#8220;Fans&#8221; der Nestlé-Page und zufällige Besucher nicht einbezogen. Diese Diskussion könnte für die kritische Masse gesogt haben, die für die weitere Verbreitung des Themas gesorgt hat. Ganz sicher ist das natürlich nicht.</p>
<p>Nehmen wir uns nur die stündlich hinzukommenden Kommentare vor, ist der Peak wesentlich deutlicher zu sehen:</p>
<p><a title="Nestlé Facebook-Fanpage: New Comments Per Hour During Greenpeace Palm Oil Campaign by pfandtasse, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25911674@N04/4458293422/"><img src="http://farm3.static.flickr.com/2681/4458293422_3ff38dd0f2.jpg" alt="Nestlé Facebook-Fanpage: New Comments Per Hour During Greenpeace Palm Oil Campaign" width="500" height="325" /></a></p>
<p>Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Nestlé hat nicht alles, aber sicher einiges falsch gemacht. Für eine Bewertung ist es noch zu früh. Der Fall ist aber jetzt schon ein interessantes Lehrstück. Die Zahlen zur Entwicklung der Kommentare können vielleicht ein wenig zum Verständnis seiner Mechanismen beitragen. Wenn ich dazu komme, werde ich mit den Daten in den nächsten Tagen weitere Analysen beginnen. Beispielsweise interessiert mich, von wie vielen verschiedenen Autoren die Kommentare stammen: Sind es 10-20 sehr aktive Kritiker oder wirklich eine große Zahl von aufgebrachten Konsumenten? Wie verlaufen Diskussionsstränge? Wie hoch ist der Grad an &#8220;Interlinkage&#8221;, an gegenseitiger Bezugnahme und Wortwechsel? Weitere Fragen und Ideen gern per Kommentar zu diesem Beitrag.<br />
<h3>Zum Vorgehen (Achtung, ab hier könnte es ein wenig technisch werden):</h3>
<p>Zunächst war Handarbeit angesagt, um auf der Facebook-Fanpage von Nestlé die älteren Kommentare bis zurück zum Februar zu laden. Das ließe sich auch automatisieren, ich hielt das für die einmalige Anwendung aber für übertrieben. Während des Klickens kann man auf dem anderen Screen ja Mails lesen. Dann habe ich das Ergebnis gesichert, indem ich die HTML-Seite gespeichert habe.</p>
<p>Die Seite konnte ich dann mit einem Parser nach den Timestamps der Kommentare durchgehen. Als Kommandozeilentool auf Python-Basis empfehle ich <a title="Scrapy: Open Source Web Scraping Framework For Python" href="http://scrapy.org/">Scrapy</a>, um im Browser die Pfade auszulesen, ist die <a title="XPather: XPath Generator Firefox-Extension" href="https://addons.mozilla.org/firefox/addon/1192">Firefox-Extension XPather</a> ein gutes Tool. Wenn man so was öfter macht, deutlich komfortabler als Debugging-Tools wie Firebug.</p>
<p>Die XPaths für die Facebook-Timestamps sind &#8220;//div/div[2]/abbr/<a href="https://twitter.com/title">@title</a>&#8221; und &#8220;//span/span[1]/span/a&#8221;. Man bekommt eine erst mal unbrauchbare Liste mit &#8220;Gestern um &#8230;&#8221; und &#8220;xx.xx.xx xx:xx:xx -7:00&#8243;, das ist aber nichts, das sich in einer Textverarbeitung nicht durch Suchen-Ersetzen lösen lässt.</p>
<p>Als letzten Schritt habe ich die Liste mit den Timestamps in eine Tabellenspalte eingefügt und in einer Zeile eine Zeitachse mit dem Intervall 1h ab dem 17.03. aufgetragen. Per IF-Abfrage (1 bei Intervallbeginn&lt;x&lt;nächster Intervallbeginn) wurde &#8220;1&#8243;, sonst &#8220;0&#8243; gesetzt.</p>
<p><a title="Nestlé Facebook Fanpage: Comments As A Drain Diagram by pfandtasse, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25911674@N04/4458433992/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4057/4458433992_2fefd7f7b9.jpg" alt="Nestlé Facebook Fanpage: Comments As A Drain Diagram" width="250" height="244" /></a></p>
<p>Indem ich anstelle der Zahlenwerte Hintergrundfarben gesetzt habe, entstand in der Matrix ein erstes Ablaufdiagramm. Dieses Diagramm war aber 1. verpixelt, 2. schwer zu handhaben und fraß 3. eine Menge Rechenleistung auf dem Laptop. Also habe ich die Zahlen für jede Spalte, sprich: jede Stunde addiert und die einfachen Diagramme oben daraus gemacht.</p>
<p>Es kann gut sein, dass mir irgendwo Daten verloren gegangen sind. Ich habe kaum doppelt geprüft, schließlich handelt es sich hier eher um eine Fingerübung. Freue mich dennoch und gerade deshalb über konstruktive Kritik.</p>
<p>Wer an Details interessiert ist, erreicht mich über <a title="Till Achinger / pfandtasse bei Twitter" href="http://twitter.com/pfandtasse">Twitter</a>, <a href="https://www.xing.com/profile/Till_Achinger">Xing</a> oder <a href="http://www.facebook.com/till.achinger">Facebook</a>.</p>
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		<title>Nestlé und das Palmöl: Kommentierte Chronologie</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Mar 2010 22:25:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch wenn es als Onliner schwer war, sich der Geschichte zu entziehen, hier ein kurzes Roundup von meiner Seite:
Vom 17. März an stand Nestlé im Brennpunkt einer Social Media-Kampagne von Greenpeace UK. Man kann aus dem Ablauf der Kampagne und ihrer Auswirkungen einiges über Social Media-Kampagnen und Krisenkommunikation lernen. Ich will Nestlé weder für Geschäftspraktiken, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es als Onliner schwer war, sich der Geschichte zu entziehen, hier ein kurzes Roundup von meiner Seite:</p>
<p>Vom 17. März an stand Nestlé im Brennpunkt einer Social Media-Kampagne von Greenpeace UK. Man kann aus dem Ablauf der Kampagne und ihrer Auswirkungen einiges über Social Media-Kampagnen und Krisenkommunikation lernen. Ich will Nestlé weder für Geschäftspraktiken, die ich nicht beurteilen kann (siehe dazu <a title="talkabout: Nestlé zu verurteilen hilft weder dem Urwald noch dem Orang-Utans." href="http://talkabout.posterous.com/alles-konstuiert-nestle-zu-verurteilen-hilft">Mirko Lange</a> &#8211; wobei ich mit den späteren Posts nicht ganz übereinstimme), noch für ihre Kommunikation an den Pranger stellen. Es gibt Situationen, aus denen man nicht als Sieger hervorgehen kann, und hinterher wissen es alle besser. Ein paar <em>Anmerkungen</em> will ich mir aber gestatten.<br />
<h3>17.3.2010</h3>
<p><a title="Greenpeace UK" href="http://www.greenpeace.org.uk/">Greenpeace UK</a> startet die Kampagne, mit der die Umweltorganisation auf die Bedrohung der Orang Utans durch den Palmölanbau aufmerksam machen will. Sie stellt ein <a title="Greenpeace Nestlé Subvertorial &quot;Palm Oil&quot;" href="http://www.youtube.com/watch?v=qa_29M4NnJw">Video auf Youtube (Achtung, Blut)</a> und eine <a title="Greenpeace UK, Kampagnenseite gegen Nestlé - wird nach Ablauf der Aktion verschwinden" href="http://www.greenpeace.org.uk/">Kampagnenseite</a> ins Netz &#8211; natürlich mit Verbreitungsmöglichkeiten via Twitter, Facebook, Mail. Zeitgleich gibt es Offline-Aktionen als Affen verkleideter Aktivisten vor Nestlé-Büros.</p>
<p>Nestlé lässt das <a title="Greenpeace-Blog zur Sperrung des Videos" href="http://www.greenpeace.org.uk/blog/forests/nestle-censor-our-advert-and-get-it-pulled-youtube-20100317">Video durch Youtube vom Netz nehmen</a> und schiebt dafür Copyrightverletzungen vor. <em> </em></p>
<p><em>Juristisch völlig einwandfrei, kommunikativ ein Alptraum. Der Social Media-PR-Mensch nennt es <a title="Streisand-Effekt bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Streisand-Effekt">Streisand-Effekt</a>, der Psychologe <a title="Reaktanz (Psychologie) bei Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reaktanz_(Psychologie)">Reaktanz</a>. </em></p>
<p><em> </em>Das Ergebnis bleibt das gleiche: Greenpeace stellt das Video umgehend zu <a title="Greenpeace Nestlé Subvertorial &quot;Palm Oil&quot; bei Vimeo" href="http://vimeo.com/10236827">Vimeo</a> und verbreitet die Nachricht von Nestlés Reaktion auf allen Kanälen. Nicht nur das: Sie bieten es auch zum direkten Download an. Mittlerweile haben mehr als 2.000 Onliner davon Gebrauch gemacht.</p>
<p>Kritische Posts in Blogs, bei Twitter und Facebook tauchen auf. Gegen 16 Uhr veröffentlicht Nestlé ein erstes <a title="Nestlé: Statement On Palm Oil" href="http://www.nestle.com/MediaCenter/SpeechesAndStatements/AllSpeechesAndStatements/statement_Palm_oil.htm">Statement</a> im Pressebereich seiner Website, bei <a title="Nestlé and palmoil: we're concerned." href="http://www.facebook.com/pages/Nestle/24287259392?v=feed&amp;story_fbid=367633377900&amp;ref=mf">Facebook</a> und <a title="Nestlé + palmoil: we're as concerned as you." href="http://twitter.com/Nestle/status/10625233465">Twitter</a>. Per Twitter-Account werden noch vier Nachfragen per Link auf das Statement beantwortet, dann ist dort Funkstille. <a href="https://twitter.com/nestlecsv">@nestlecsv</a> (&#8221;creating shared value&#8221;) schweigt ganz.<br />
<h3>18.3.2010</h3>
<p>Die verschiedenen Video-Kopien wurden laut Greenpeace bereits über 650.000 mal angesehen. Die Zahlen auf den Videohosting-Plattformen stützen die Angabe. Die <a title="The Sun: KitKatastrophe" href="http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/Green/2897073/KitKat-chocolate-contains-oil-linked-to-wiping-out-orangutans.html">&#8220;Sun&#8221; bringt die &#8220;KitKatastrophe&#8221;</a>. Der Artikel bezieht sich allerdings nicht auf Online-Aktivitäten, sondern auf die Offline-Aktion von Greenpeace am Vortag. Der <a title="Stern: Greenpeace-Aktion: Schockvideo wird zum Nestlé-Debakel" href="http://www.stern.de/panorama/greenpeace-aktion-schockvideo-wird-zum-nestle-debakel-1551963.html">&#8220;Stern&#8221; bettet sogar das Schockvideo ein</a>, aber auch hiermit haben Grassroots-Proteste noch nichts zu tun.</p>
<p>Nestlé fügt seinem Statement noch ein &#8220;Questions &amp; Answers&#8221; bei, mit durchaus interessanten Fakten: Z.B. ist der Schokoladenhersteller nur Abnehmer für 0,7% der Weltproduktion und kauft auch nicht nur beim kritisierten Hersteller Sinar Mas ein, von dem man sich nun völlig distanziert. Ein Link zum Statement wird auch auf der Facebook-Seite gepostet. Das ist dort alles.</p>
<p><em>Zu wenig, zu spät, sagen viele. Auf die falsche Weise, meine ich. Mal ehrlich: Viel mehr Handlung als die Distanzierung von einem Lieferanten (die wiederum einen Boykottaufruf der Lieferanten nach sich zog) und die Überprüfung der Lieferkette kann man ad hoc nicht erwarten. Aber  Nestlés Standpunkt wurde weitgehend gar nicht rezipiert. Fast alle Stimmen im Netz beriefen sich ausschließlich auf Greenpeace. Mutig wäre eine Videoantwort bei Youtube gewesen &#8211; das Feuer am Brandherd bekämpfen!</em></p>
<p><em>Auch die Facebook-Seite hätte sich effizient einsetzen lassen, etwa durch eine Landingpage für nicht als &#8220;Fans&#8221; angemeldete Besucher (und die wenigsten Kritiker werden zuvor Nestlé-Fans gewesen sein, oder?), die die wichtigsten Fakten darstellt, ein etwaiges Antwortvideo beinhaltet und die Kritiker in ein Diskussionsforum einlädt.<br />
</em></p>
<p><em><br />
</em><br />
<h3>19.03.2010</h3>
<p>Auf der <a title="Nestlés Facebook-Fanpage" href="http://www.facebook.com/pages/Nestle/24287259392">Facebook-Fanpage</a> gehen im zehn-Minuten-Abstand negative Kommentare ein. Ironie der Plattform, dass sich die Kritiker dafür zunächst als &#8220;Fans&#8221; registrieren müssen.</p>
<p><em>Bei den Kritikern handelt es sich in meinen Augen zum kleinsten Teil um Aktivisten mit Hintergrundwissen und weiterreichender Agenda, sondern vor allem um &#8220;Gelegenheitsbetroffene&#8221;, sonst passive Konsumenten, die nun die Gelegenheit zum &#8220;One-Click-Aktivismus&#8221; haben. Nach meiner eigenen Auswertung stammten von gut 2.000 Beiträgen rund 1.000 von 100 Usern, weitere 1.000 User schrieben jeweils nur einen Beitrag. Für mich sieht das nach einer kleinen Zahl hoch involvierter Greenpeace-Anhänger und einer großen Zahl eher oberflächlicher Kommentare aus. Die meisten sind der Masse gefolgt. Daran, sich einer guten Sache anzuschließen, ist nichts verwerfliches. Allerdings werden Diskussionen auf diese Weise weitgehend unbelastet von jeglicher Sachkenntnis geführt.</em></p>
<p>Der Moderator (oder die Moderatorin, wobei die Sprache mancher Kommentare mich einen Mann vermuten lässt) zieht ein <a title="Nestlé-Fanpage: Kommentar zum WWF-Ranking" href="http://www.facebook.com/posted.php?id=24287259392&amp;share_id=101366649901559&amp;comments=1#s101366649901559">Ranking des WWF zum Palmöl-Einkauf europäischer Unternehmen</a> heran, in dem Nestlé mit 8,75 von 29 möglichen Punkten im unteren Mittelfeld abschneidet. Die Botschaft kommt nicht wie gewünscht an &#8211; nicht nur, weil der WWF nicht wie vom Moderator geschrieben die &#8220;World Wildlife Federation&#8221; ist.</p>
<p><em>Argumentations-Grundkurs und überhaupt nicht Social Media-spezifisch: In der Defensive nie nach dem Schema &#8220;Die anderen sind NOCH schlimmer&#8221; argumentieren!</em></p>
<p>Viele der Kritiker benutzen die von Greenpeace angebotenen &#8220;Killer&#8221;-Logos in Abwandlung des &#8220;KitKat&#8221;-Signets. Auch blutbefleckte &#8220;Nestlé-Nester&#8221; sind  zu sehen. Der Moderator der Facebook-Seite versucht das zu unterbinden. Der <a title="Nestlé-Fanpage: Erster Kommentar zur Nutzung des Logos" href="http://www.facebook.com/posted.php?id=24287259392&amp;share_id=103201229714563&amp;comments=1#s103201229714563">erste Aufruf</a> verhallt in der Nacht, der <a title="Nestlé-Fanpage: Zweiter Kommentar zur Nutzung des Logos" href="http://www.facebook.com/pages/Nestle/24287259392?v=feed&amp;story_fbid=107128462646736&amp;ref=mf">zweite</a> hingegen, in dem mit der Löschung von Kommentaren gedroht wird (die vorher offenbar bereits vollzogen wurde) povoziert massiven Protest &#8211; und wieder Reaktanz: Es erscheinen weit mehr Brand-Hijackings als zuvor.</p>
<p><a title="nestle fb 7:26 by pfandtasse, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/25911674@N04/4458588614/"><img src="http://farm5.static.flickr.com/4068/4458588614_687e3b4800.jpg" alt="nestle fb 7:26" width="320" height="500" /></a><br />
<blockquote>&#8220;Auf der Sachebene [ging es] um die Veränderung des Logo- Design. Auf der Beziehungsebene aber um Bevormundung.&#8221; schreibt <a title="kmto: Nestlé und die Kommunikation im Netz" href="http://blog.kmto.de/massnahmen/nestle-und-die-kommunikation-im-netz/">Michael Domsalla</a>.</p></blockquote>
<p>Womöglich hat der Moderator wenig Schlaf bekommen. Es müssen aufregende Tage gewesen sein und es immer noch sein im beschaulichen Vevey. Jedenfalls lautet seine Antwort an die User, die als Teil der Web 2.0-Kultur ein völlig anderes Verständnis von Marken und Schutzrechten haben als ein fast 150 Jahre alter Konzern:<br />
<blockquote>&#8220;Thanks for the lesson in manners. Consider yourself embraced. But it&#8217;s our page, we set the rules, it was ever thus.&#8221;</p></blockquote>
<p><em>Ich schreibe hier fortwährend &#8220;der Moderator&#8221;. Diese Differenzierung nehmen die meisten aufgebrachten Umweltaktivisten und verunsicherten Kunden nicht vor. Für die ist es einfach &#8220;die Firma&#8221;, die dort schreibt. Nestlé selbst als Corporate Personality ist es, die ihre Kunden und sonstigen Stakeholder dort zum Teil rüde anmacht.</em></p>
<p>Ab hier ist der Zorn nicht mehr zu bremsen. Die zerknirschte persönliche Entschuldigung des Moderators verhallt. Nestlé schreibt etwas wie &#8220;We are learning on the go.&#8221; in die Info-Spalte,  postet noch ein paar mal den Link zur Q&amp;A-Seite und schweigt seitdem.<br />
<h3>Die nächsten Tage</h3>
<p>Nach vier Tagen flacht die Brandung auf der <a title="Facebook-Fanpage von Nestlé" href="http://www.facebook.com/pages/Nestle/24287259392">Facebook-Fanseite</a> wieder ab (siehe meine <a title="Nestlés Facebook-Fanpage: Entwicklung einer Krise" href="../../nestles-facebook-fanpage-entwicklung-einer-krise/">Auswertung</a>). Es werden wieder häufiger Skeptiker laut, die sich nicht kritiklos der Welle der Empörung anschließen wollen. Das schlimmste ist vorbei. Vergangene ähnliche Fälle haben aber gezeigt, dass nach der Thematisierung durch redaktionelle Massenmedien noch eine zweite Welle durchs Netz rollt, aber wenn Greenpeace nicht nachlegt, wird der Staub sich wohl bald verziehen. Das Netz ist schneller als andere Medien, der nächste Aufreger wartet schon.<br />
<h3>Die Folgen?</h3>
<p>Dass der Aktienkurs kurzzeitig leicht einbrach, wird  <a title="Nestlé zieht schweizer Börse ins Minus" href="http://www.cash.ch/news/topnews/rss/nestle_zieht_schweizer_boerse_ins_minus-889212-771">andere Gründe</a> gehabt haben. In der <a title="Wikipedia: Nestlé - Palm Oil Use" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nestl%C3%A9#Palm_oil_use">englischsprachigen Wikipedia</a> steht schon ein Absatz zu diesen Vorfällen, in der deutschen noch nicht. Bei Google-Suchen nach der Marke taucht die Geschichte noch nicht auf (außer in den mancherorts schon eingeblendeten Realtime-Ergebnissen, die noch für Nachfrage nach Social Media-Optimierung sorgen werden). Vielleicht hat Nestlé nach anderen Vorfällen seine SEO-Hausaufgaben gemacht. Und die KitKat-Verkäufe? Man wird sehen.</p>
<p>In den nächsten Tagen, Wochen und Monaten, wenn der Staub sich legt, wird sich zeigen, wie viel Schaden die Online- und Gesamtreputation des Unternehmens wirklich genommen hat. Und wie sich das in Zahlen ausdrückt. Zusehen, lernen.</p>
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		<title>Mehrzahl der US-Journalisten nutzt Social Media für die Recherche</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 15:01:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Von den befragten Journalisten gaben 89 Prozent an, dass sie für Recherchen Blogs durchsuchen. 65 Prozent greifen auf Social Media wie Facebook oder LinkedIn zurück und 52 Prozent nutzen Microblogging-Dienste, zum Beispiel Twitter, um an Informationen und Geschichten zu kommen. Ein weiteres zentrales Ergebnis der Studie ist, dass 61 Prozent der Umfrageteilnehmer in Wikipedia, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>&#8220;Von den befragten Journalisten gaben 89 Prozent an, dass sie für Recherchen Blogs durchsuchen. 65 Prozent greifen auf Social Media wie Facebook oder LinkedIn zurück und 52 Prozent nutzen Microblogging-Dienste, zum Beispiel Twitter, um an Informationen und Geschichten zu kommen. Ein weiteres zentrales Ergebnis der Studie ist, dass 61 Prozent der Umfrageteilnehmer in Wikipedia, der Online-Enzyklopädie, recherchieren.&#8221;</p>
<p>Es fehlt Social Media aber nach Meinung der Befragten an Glaubwürdigkeit.</p>
<p>Meistgenutzte Quelle ist nach wie vor der Kontakt zu PR-Verantwortlichen.</p></blockquote>
<p><a title="Cision-Umfrage in den USA: Mehrzahl der Journalisten nutzen Scial Media für Ihre Recherche" href="http://www.cisionwire.de/cision-deutschland-gmbh/cision-umfrage-in-den-usa--mehrzahl-der-journalisten-nutzen-scial-media-fur-ihre-recherche-">Cision-Umfrage in den USA: Mehrzahl der Journalisten nutzen Scial Media für Ihre Recherche</a> (via <a href="https://twitter.com/tknuewer">@tknuewer</a>)</p>
<p>Mein kurzes Fazit: Social Media setzen in Teilen bereits die Agenda, es gibt für die dort aufkommenden Themen aber noch erhebliches Framing-Potential durch beteiligte Akteure.</p>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 12:16:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zu Jack Wolfskin wird genug gesagt. Das Thema ist in der Presse, der GF reagiert. Ich warte und schaue in 6 Monaten auf die Langzeitwirkung.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zu <a title="Jack Wolfskin - Google-Suche mit Ergebnissen zum Abmahn-Thema" href="http://www.google.de/search?q=jack+wolfskin">Jack Wolfskin</a> wird <a title="Jack Wolfskin - Artikelsuche bei Rivva" href="http://rivva.de/realtime/jack%20wolfskin?qdr=1d">genug gesagt</a>. Das Thema ist <a title="ausgewählte Artikel zu Jack Wolfskin Abmahnungen bei Google News" href="http://news.google.de/news/story?pz=1&amp;cf=all&amp;ned=de&amp;as_qdr=a&amp;as_drrb=q&amp;cf=all&amp;ncl=dScT230klsq9EEMc2BmnBiHBLAJSM">in der Presse</a>, <a title="Wenn der Wolfskin dreimal klingelt… bei Werbeblogger" href="http://www.werbeblogger.de/2009/10/21/wenn-der-wolfskin-dreimal-klingelt/">der GF reagiert</a>. Ich warte und schaue in 6 Monaten auf die Langzeitwirkung.</p>
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		<title>Social Media-Nutzung und erste Schritte für (Klinik-)Pressesprecher</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Sep 2009 16:47:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kliniken]]></category>
		<category><![CDATA[Patienten]]></category>
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		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<description><![CDATA[Diese Präsentation habe ich beim Kliniksprechertag 2009 vor Krankenhaus-Pressesprechern und -Marketeers gezeigt. Die Fallbeispiele und Wortwahl sind auf Klinken zugeschnitten, allerdings sind die Nutzungsdaten, die größtenteils der ARD/ZDF-Onlinestudie entstammen, und die einfachen Handlungsempfehlungen allgemein verwendbar.

Der Präsentation fehlt noch die Tonspur. In den nächsten Tagen wird das dazugehörige Video folgen.
diese Präsentation bei Prezi
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Präsentation habe ich beim <a title="Klinksprechertag 2009 in Münster" href="http://www.kliniksprecher.de/index.php?id=156">Kliniksprechertag 2009</a> vor Krankenhaus-Pressesprechern und -Marketeers gezeigt. Die Fallbeispiele und Wortwahl sind auf Klinken zugeschnitten, allerdings sind die Nutzungsdaten, die größtenteils der <a title="ARD/ZDF-Onlinstudie 2009" href="http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=136">ARD/ZDF-Onlinestudie</a> entstammen, und die einfachen Handlungsempfehlungen allgemein verwendbar.</p>
<p><object id="prezi_l1dicgdjwinv" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="550" height="400" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="name" value="prezi_l1dicgdjwinv" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="bgcolor" value="#ffffff" /><param name="flashvars" value="prezi_id=l1dicgdjwinv&amp;lock_to_path=1&amp;color=ffffff&amp;autoplay=no" /><param name="src" value="http://prezi.com/bin/preziloader.swf" /><embed id="prezi_l1dicgdjwinv" type="application/x-shockwave-flash" width="550" height="400" src="http://prezi.com/bin/preziloader.swf" flashvars="prezi_id=l1dicgdjwinv&amp;lock_to_path=1&amp;color=ffffff&amp;autoplay=no" bgcolor="#ffffff" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" name="prezi_l1dicgdjwinv"></embed></object></p>
<p>Der Präsentation fehlt noch die Tonspur. In den nächsten Tagen wird das dazugehörige Video folgen.</p>
<p><a title="Till Achinger: Social Media Relations (Prezi)" href="http://prezi.com/l1dicgdjwinv/">diese Präsentation bei Prezi</a></p>
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		<title>Till Achinger</title>
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		<pubDate>Sat, 16 May 2009 16:41:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über folgende Netzwerke bin ich zu kontaktieren:
Xing: Till Achinger
 LinkedIn (DE): Till Achinger
LinkedIn (EN): Till Achinger
Facebook: till.achinger
Twitter: @pfandtasse
 Buzz: till.achinger

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p id="info">Über folgende Netzwerke bin ich zu kontaktieren:</p>
<p><a title="Xing: Till Achinger" href="https://www.xing.com/profile/Till_Achinger">Xing: Till Achinger<br />
</a><a title="LinkedIn: Till Achinger (deutschsprachiges Profil)" href="http://de.linkedin.com/in/achinger/de"> LinkedIn (DE): Till Achinger</a><br />
<a title="LinkedIn: Till Achinger (profile in English)" href="http://www.linkedin.com/in/achinger">LinkedIn (EN): Till Achinger</a></p>
<p><a title="Facebook: Till Achinger" href="http://www.facebook.com/till.achinger">Facebook: till.achinger</a></p>
<p><a title="Twitter: pfandtasse" href="http://twitter.com/pfandtasse">Twitter: <a href="https://twitter.com/pfandtasse">@pfandtasse</a><br />
</a><a title="Google Buzz: Till Achinger" href="http://www.google.com/profiles/till.achinger#buzz"> Buzz: till.achinger</a></p>
<p><a title="Gelati by unimatrixZxero, on Flickr" href="http://www.flickr.com/photos/noddleholz/4558207873/"><img src="http://farm4.static.flickr.com/3158/4558207873_d75f4d3a6d.jpg" alt="Gelati" width="334" height="500" /></a></p>
]]></content:encoded>
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		<title>myON-ID &#8211; Ihr schlechter Ruf im Internet?</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 15:13:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine derartige Personalie mit Andeutungen und Nachtreten würde mir bei jedem Unternehmen aufstoßen. Bei einem Anbieter von Reputationsmanagement kann es sich nur um Satire, ein &#8220;Worst Practice&#8221;-Beispiel oder einen cerebralen Totalausfall handeln. Derzeit sagt es mehr über das Unternehmen als den geschassten. Warum ich das verlinke? Weil es ein Beispiel für Social Media Kommunikation ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine derartige Personalie mit Andeutungen und Nachtreten würde mir bei jedem Unternehmen aufstoßen. Bei einem Anbieter von Reputationsmanagement kann es sich nur um Satire, ein &#8220;Worst Practice&#8221;-Beispiel oder einen cerebralen Totalausfall handeln. Derzeit sagt es mehr über das Unternehmen als den geschassten. Warum ich das verlinke? Weil es ein Beispiel für Social Media Kommunikation ist und myON-ID nun das <a title="Twitter-Nachrichten zu myON-ID (Stichwort &quot;myon&quot;)" href="http://search.twitter.com/search?q=myon">Echo</a> erhält.</p>
<p>Zur Seite <a href="http://blog.myonid.de/2009/04/myon-id-trennt-sich-von-sebastian-kupers/">http://blog.myonid.de/2009/04/myon-id-trennt-sich-von-sebastian-kupers/</a></p>
<p><strong>UPDATE:</strong> Während ich noch überlegt habe, wie ich <a title="myON-ID" href="http://www.myonid.de">myON-ID</a>-Gründer <a title="Mario Grobholz bei myON-ID" href="http://mario-grobholz.myonid.de/">Mario Grobholz</a> von den Gefahren des Bloggens unter akuter Hypertonie warnen soll, hat <a title="Online Reputation Missmanagement oder das Internet ist ein Elefant - primus inter pares" href="http://www.pr-ip.de/allgemein/online-reputation-missmanagement-oder-das-internet-ist-ein-elefant">Christoph Salzig</a> alles schon treffend formuliert &#8211; Entspannungsübungen inclusive. Auch Mike Schnoor <a title="myonid: Personalmeldung mal ganz anders! - telagon sichelputzer" href="http://www.sichelputzer.de/2009/04/07/myonid-personalmeldung-mal-ganz-anders/">wundert sich</a> . Ich beschränke mich also aufs Warten. Darauf, dass im myON-ID-Blog wieder Kommentare freigeschaltet werden und auf eine Erklärung. Nicht über das Fehlverhalten des Entlassenen, sondern wie man sich in diesem Kontext so gehen lassen kann. Mich interessiert das eher aus professioneller als aus moralischer Sicht. Die Aktion hat schließlich auch handfeste <a title="Twitter-Suche zu Profillöschungen bei myON-ID" href="http://search.twitter.com/search?q=(myon+OR+myonid)+(remove+OR+removed+OR+delete+OR+deleted+OR+gel%C3%B6scht+OR+l%C3%B6sche+OR+l%C3%B6schen)">Folgen</a>.</p>
<p><strong>UPDATE2:</strong> <a title="myON-ID: Schlaumeiertum der Bloggosphäre - amendedestages" href="http://amendedestages.blogspot.com/2009/04/myon-id-schlaumeiertum-der.html">Christian Boelling</a> hat natürlich recht, dass es Gründe geben kann, die einen an offener Kommunikation hindern. Dann allerdings frage ich mich, warum ich mich mit solchen Themen in die dialogstärksten, schnellsten und meinungsfreudigsten Kanäle der ganzen Medienlandschaft begeben muss &#8211; Twitter &amp; Blogs. Es wäre ja auch gar nichts geschehen, <a title="Kommentar von myON-ID-CEO Mario Grobholz" href="http://blog.myonid.de/2009/04/myon-id-trennt-sich-von-sebastian-kupers/#comment-388">wäre man sachlich geblieben</a>. Mike Schnoor ist offenbar <a title="Mike Schnoor / <a href="https://twitter.com/sichelputzer">@sichelputzer</a>" href="http://twitter.com/Sichelputzer/status/1471069520">schon schlauer</a>, wir dürfen weiter gespannt sein.</p>
<p><strong>UPDATE3:</strong> Oliver Berger hat mit Mario Grobholz gesprochen und <a title="Oliver Berger über das Gespräch mit Mario Grobholz" href="http://blog.13stock.de/2009/04/negatives-reputationsmangement-bei-myon-id-und-seine-folgen/comment-page-1/#comment-313">bekräftigt</a>, was sich aus dem Kontext einer längeren Online-Abstinenz erahnen ließ: Dass der Satz &#8220;Falls er mal wieder wo auftaucht&#8221; anders gemeint war als vielleicht auf Anhieb vermutet. Er schreibt, dass es Gründe gerade für die öffentliche Trennung gab. Das erzeugte sozialmediale Echo scheint aber so nicht geplant gewesen zu sein. Mit einem neuen Blogpost versucht ein von den Reaktionen enttäuschter Mario Grobholz eine <a title="Im Internet ist kein Platz für schlechte Nachrichten - myON-ID Blog" href="http://blog.myonid.de/2009/04/im-internet-ist-kein-platz-fur-schlechte-nachrichten/">Erklärung</a>: Man habe sich &#8220;auf die Fakten konzentriert&#8221;. Er zieht den Schluss, dass negative Nachrichten im Web 2.0 keinen Platz haben. Das Gegenteil ist in meinen Augen der Fall: Das Netz giert nach Aufregern. Gerade deshalb gehört eine offenbar so verfahrene Personalie nicht auf <a title="Der Tweet des Anstoßes" href="http://twitter.com/myonid/status/1469279193">Twitter</a>, was Mario Grobholz jetzt genauso sieht:
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Gerlernt habe ich auch, dass Meldungen dieser Art nicht mehr kommentiert werden sollten. Auch sollte man nicht darüber twittern. Anmerken möchte ich, dass  in der Kürze einer Information seine Funktion liegen kann und nicht Zeichen mangelnder Reflektion sein muss.&#8221;</p>
<p>Dann aber auch konsequent und nicht mit weiteren mißverständlichen, Gerüchte fördernden und damit potentiell reputationsschädlichen Andeutungen. Es geht die Öffentlichkeit natürlich nichts an, was die Hintergründe sind. Gerade deshalb sollte man aber doch die Neugier nicht noch schüren. Womit er sicher recht hat:
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;dass Aufregen nicht immer die sinnvollste aller Reaktionen auf schlechte Nachrichten ist.&#8221;</p>
<p>Nie. Manche Nachrichten regen allerdings mehr zum Aufregen und zur Spekulation an als andere. Die erneute Stellungnahme ist da keine Ausnahme.</p>
<p><strong>UPDATE 4:</strong> Nach der eher trotzigen Reaktion von letzter Nacht klingt der heutige <a title="Zur Klärung. Ein Versuch der Deeskalation - myON-ID Blog" href="http://blog.myonid.de/2009/04/zur-klarung-ein-versuch-der-deeskalation/">Versuch der Deeskalation</a> weit versöhnlicher. Mario Grobholz räumt ein, dass einige seiner Äußerungen &#8220;nicht geschickt&#8221; waren. Es sei in erste Linie um die juristisch notwendige Publikation der Personalie gegangen, nicht darum &#8220;jemanden an den Pranger zu stellen&#8221;. Die Klarstellung und Entschuldigung zeigt Einsicht und ist ein guter Schritt, zu dem man nur gratulieren kann.</p>
<p>Die Essenz aus diesem Sturms im Wasserglas könnte lauten: <strong>Form follows function.</strong> Unangenehme juristische Pflichtverlautbarungen sind bei Twitter deplaziert und auch im Blog problematisch &#8211; zumindest wenn man (gezwungen) halbherzig kommuniziert und damit die Gerüchteküche auf Umluft mit Grill schaltet. Also doch noch einmal eine Verwendung gefunden für die gute alte Pressemitteilung?</p>
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		<title>Suchmaschine mit Bewertungsfunktion: YeahIt</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Apr 2009 12:05:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Ein &#228;hnliches System gibt es bereits f&#252;r eingelogte User des englischsprachigen Google. Dort flie&#223;t es aber anscheinend &#8211; noch &#8211; nicht in die &#246;ffentlichen Ergebnisse ein. Noch sind sehr wenige Anfragen bei YeahIt gerankt, das simple Projekt ist aber einen Blick wert.
Zur Seite http://www.yeahit.de/
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>
<p>Ein &auml;hnliches System gibt es bereits f&uuml;r eingelogte User des englischsprachigen Google. Dort flie&szlig;t es aber anscheinend &#8211; noch &#8211; nicht in die &ouml;ffentlichen Ergebnisse ein. Noch sind sehr wenige Anfragen bei YeahIt gerankt, das simple Projekt ist aber einen Blick wert.</p>
<p>Zur Seite <a href="http://www.yeahit.de/">http://www.yeahit.de/</a></p>
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		<title>Who Is Really Writing Those Twitter Feeds? &#124; Newsweek.com</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Feb 2009 09:06:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>%description%</p>
<p><p>Sch&#228;tzungsweise 11% der amerikanischen Onliner sind bei Twitter. Dell listet &#252;ber 130 autorisierte Accounts von Mitarbeitern. Viel wichtiger - der Nutzen von Twitter f&#252;r Unternehmen auf den Punkt gebracht: &#34;tough, necessary conversations, providing a two-way feedback of the sort you can&#39;t have with an RSS feed&#34;. Word!</p>Zur Seite <a href="http://www.newsweek.com/id/184656">http://www.newsweek.com/id/184656</a>
</p>
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<p>Sch&auml;tzungsweise 11% der amerikanischen Onliner sind bei Twitter. Dell listet &uuml;ber 130 autorisierte Accounts von Mitarbeitern. Viel wichtiger &#8211; der Nutzen von Twitter f&uuml;r Unternehmen auf den Punkt gebracht: &quot;tough, necessary conversations, providing a two-way feedback of the sort you can&#39;t have with an RSS feed&quot;. Word!</p>
<p>Zur Seite <a href="http://www.newsweek.com/id/184656">http://www.newsweek.com/id/184656</a></p>
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		<title>PR-Ethik: Krawall und Remmidemmi</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jan 2009 16:15:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Till</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Spin Doctor Klaus Kocks diskutiert mit Siegfried Weischenberg über das Verhältnis von PR und Journalismus: 2. Februar, 10-12 Uhr, Hörsaal S8 im münsteraner Schloss
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="entry-content"><a href="http://www.zeit.de/2006/42/Spin-Doctor-42">Spin Doctor</a> Klaus Kocks <a href="http://www.campusrelations-muenster.de/termine/vortrag/das-verhaeltnis-von-public-relations-und-journalismus-diskussion-mit-klaus-kocks-siegfried-weischenberg">diskutiert</a> mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Weischenberg">Siegfried Weischenberg</a> über das Verhältnis von PR und Journalismus: </span><a href="http://www.campusrelations-muenster.de/termine/vortrag/das-verhaeltnis-von-public-relations-und-journalismus-diskussion-mit-klaus-kocks-siegfried-weischenberg"><span class="entry-content">2. Februar, 10-12 Uhr, Hörsaal S8 im münsteraner Schloss</span></a></p>
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