blog Rufschädigung im Internet: Nicht erst in der Krise handeln – und nicht nur den Anwalt fragen Beitrag über , , vom 6. Oktober 2010

spiegel

Achtung, bloggende und twitternde Besucher: Hier steht für Euch nichts neues.

In der SZ von heute wird vor Rufschädigung im Internet gewarnt. Dabei kommt lang und breit ein Anwalt zu Wort, der ganz richtig auf die Schwierigkeiten damit hinweist, Persönlichkeitsrechte international durchzusetzen. Für weniger richtig halte ich seinen Ansatz, Google verantwortlich zu machen – aber damit ist er ja in bester Gesellschaft.

Der juristische Weg steht – wen wundert es bei einem Juristen als Zitatgeber – nicht nur als der beste, sondern als der einzige Weg da. Von Risiken dieses Vorgehens wie Streisand-Effekt oder Reaktanz auch keine Rede. Dafür ist ein Jurist ja auch nicht zuständig, oder allenfalls im Nachhinein. Nach der Lektüre des Artikels möchte man resignieren – kann man gegen dieses böse Netz denn nichts tun, wenn „es“ einen auf dem Kieker hat?

Manch ein Leser wird sich jetzt vielleicht darin bestätigt sehen, dass man sich aus dem Internet lieber heraushält (oder zumindest aus seinem Wilden Westen, diesem „Social Media“) und dabei die Tatsache verkennen, dass im Zweifel die Anwesenden über die Abwesenden herziehen. Damit verhält es sich online nicht anders als an Stammtischen oder auch in den klassischen Medien. Was soll denn den verleumderischen Inhalten entgegenstehen? Gerade Aktivität ist daher das beste Mittel zu Schutz und Verteidigung, je früher, desto besser. Vorausgesetzt, man hat wirklich eine weiße Weste.

Berater für Onlinekommunikation sind übrigens meist billiger als Anwälte. Wer beides nicht gleich in Anspruch nehmen will, der findet einen guten Einstieg in Klaus Ecks Buch „Karrierefalle Internet“ (Appetizer beim Manager Magazin). Der negative und scheinbar ausschließlich auf Angestellte gemünzte Titel täuscht insofern, dass es sich auch für Kleinunternehmer eignet. Große Konzerne sind – das meint zumindest die Süddeutsche – gegen Rufschädigung im Netz ohnehin immun.

Update: Wie das Vorschicken von Juristen anstelle der Kommunikation eine Situation verschärft, kann im Moment auch ALDI erleben. Ohne Abmahnung hätten viele – mich eingeschlossen – von der Prospekt-Persiflage der Christlichen Initiative Romero gar nichts mitbekommen. Es trifft nicht einmal das schwarze Schaf der Branche, aber ALDI zieht es nun mal vor, zu schweigen.

blog Social Dingsda Beitrag über , vom 5. Oktober 2010

8

Thomas Knüwer schlägt vor, das „Media“ aus „Social Media“ zu streichen, weil der Begriff den irrigen Versuch befördere, dieses Phänomen mit den Mitteln der Mediaplanung anzugehen. Finde ich gut. Streichen wir doch gleich den ganzen Begriff.

Die ganze Bezeichnung „Social Media“ ist bei näherem Hinsehen Unfug. Nicht nur, weil „Media“ in seiner Vieldeutigkeit irreführend ist und die o.g. Assoziationen der Mediaplaner hervorruft, sondern auch, weil Medien (nun im Sinne von Übertragungsmedien) natürlich schon immer „social“ waren, weil sie eine Beziehung zwischen mindestens zwei Akteuren herstellen. Was genau sollen nun also „Social Media“ sein? Für die meisten ist es Facebook. Aber finde mal ein griffiges Buzzword für im Grunde wirklich spannende Aspekte der Online-Öffentlichkeit wie „von Zeit und Ort unabhängige Rekontextualisierung von Primärkommunikation“. Da hört Dir doch keiner mehr zu.

blog Die Textbausteine der Gewohnheitsheuchler Beitrag über , , , , , vom 21. September 2010

23

Freshwater lakes

Die Kommentare, die zum Amoklauf in Lörrach im Netz kursieren, sind zum Teil widerlich. Ihre Autoren entlarven sich als kaltherzig oder mindestens sehr unreflektiert. Der „Stern“ entlarvt sich mit seinem erneuten Fingerzeig mindestens als sehr heuchlerisch.

In Lörrach ist eine schreckliche Tragödie passiert, und doch lässt das manchen kalt genug, geschmacklose Witze zu reißen. Mich regt das auf. Das ist keine Show. Es sind Menschen gestorben. Kaltschnäuzige Menschen gab und gibt es auf Schulhöfen und Baugerüsten, in Straßenbahnen und Großraumbüros. Allerdings waren ihre Konversationen abhängig von Raum, Zeit und Kontext. Anders bei Twitter: Die Menschen sind dieselben, aber ihre Beiträge machen sich selbständig. Eine kurze Suche nach „Amok“ oder „Lörrach“ liefert unzählige abgebrühte und zynische Statements.

Glücklicherweise kann man diesen Leuten und ihren Äußerungen einfach aus dem Weg gehen, indem man sie aus Freundeskreis und Twitter-Timeline heraushält. Nicht so der Stern. Der wühlt im Dreck und hebt ihn auf den Präsentierteller, um sich demonstrativ zu empören, wie schon letztes Jahr nach dem Amoklauf von Winnenden. Beim Stern erfahre ich, dass „das Web spottet“ und „die Netzgemeinde“ ihre ganz eigenen Regeln des Umgangs mit solchen Ereignissen habe. Zu diesem Zweck zitiert das Qualitätsmedium, das im vergangenen Jahr Privatfotos der Winnenden-Opfer veröffentlichte und in der Print-Ausgabe versehentlich einen Unbeteiligten als Amokläufer abbildete, fünf Meldungen, von denen eine einzelne tatsächlich gut 100 mal weiterverbreitet wurde. Ebenfalls vorhandene Ausdrücke der Betroffenheit oder sachliche Auseinandersetzung mit dem Waffengesetz kommen nicht vor, auch nicht die Mehrheit, die ihre Betroffenheit auf die vielleicht beste Weise ausdrückte: mit Schweigen.

Die Schlussfolgerung ist klar: Twitter werde „fälschlicherweise als die Zukunft des Journalismus betrachtet“ (Von wem eigentlich? Von den Betreibern des Accounts @stern_digital, die zum Winnenden Amoklauf eine „Twitter-Übersicht“ anpriesen?), denn: „Während ausgebildete Journalisten darin geschult sind, sensibel mit Daten von Personen umzugehen und Fakten zu recherchieren, steht hingegen bei Twitter die Meinung schnell fest.“ Gerade eine vorgefasste Meinung muss sich allerdings auch der Stern vorhalten lassen, hat Autor Felix Disselhoff doch zentrale Passagen seiner Empörung wörtlich aus dem anderthalb Jahre alten Artikel seines Kollegen Gerd Blank nach dem Amoklauf von Winnenden kopiert:

Disselhoff 2010:

„Das Problem ist wie so oft nicht die Nachricht, sondern wie mit ihr umgegangen wird. Während ausgebildete Journalisten darin geschult sind, sensibel mit Daten von Personen umzugehen und Fakten zu recherchieren, steht hingegen bei Twitter die Meinung schnell fest. Der Pressekodex gilt nun einmal nur für die Presse. Und nicht für ein Medium, welches von vielen fälschlicherweise als die Zukunft des Journalismus betrachtet wird. Nur vergleichweise wenige User teilen Neuigkeiten über den Tathergang mit anderen Usern. Zynische Statements überwiegen. So fordert MelmachAsylant: ‚Die Lehre aus Lörrach und Winnenden: #Baden-Württemberg verbieten / den Franzosen zum Kauf anbieten.'“

Blank 2009:

So funktioniert das Web nur allzu oft. Aus einer einzelnen Meldung wird eine Lawine, die den Wahrheitsgehalt und das menschliche Drama oft unter sich begräbt.
So funktioniert das Web. Aus einer Meldung wird eine Lawine, die den Wahrheitsgehalt oft unter sich begräbt. Das Jeder-kann-mitmachen-Internet zeigt seine Fratze.

„Doch das Problem ist häufig nicht alleine die Nachricht, sondern wie mit ihr umgegangen wird. Während ausgebildete Journalisten eigentlich wissen, wie mit Namen, Adressen und Bildern umgegangen werden darf, erfährt man bei Twitter schnell, wie der mutmaßliche Täter heißt. Das Elternhaus wird in aller Pracht gezeigt, und damit man es auch findet, gibt es den Link zur Adresse dazu. Der Pressekodex gilt halt für die Presse, und nicht für ein Medium, welches von vielen fälschlicherweise als die Zukunft des Journalismus betrachtet wird.“

Disselhoff 2010:

„So funktioniert das Web nur allzu oft. Aus einer einzelnen Meldung wird eine Lawine, die den Wahrheitsgehalt und das menschliche Drama oft unter sich begräbt.“

Blank 2009:

„So funktioniert das Web. Aus einer Meldung wird eine Lawine, die den Wahrheitsgehalt oft unter sich begräbt. Das Jeder-kann-mitmachen-Internet zeigt seine Fratze.“

(Danke an Too Much Information für die Auffrischung meiner Erinnerung. Blank betreut übrigens auch den Account @stern_digital. Ich weiß allerdings nicht, ob das schon im März 2009 so war.)

Geht es hier um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit einem jungen Medienphänomen, mit dem Normalanwender und Profis erst noch umzugehen lernen, oder darum, schnell einen Aufreger zu produzieren? Unreflektiert oder zynisch, aber nicht nur von den aus-allem-einen-coolen-Spruch-Machern bei Twitter, sondern besonders von manchen ausgebildeten Journalisten hätte ich mir statt solcher Texte vor allem eins gewünscht: Schweigen.

Update vom 23.09.2010: stern.de-Chefredakteur Frank Thomsen hat sich gestern mittag in einem Kommentar für die Textkopien, die „nicht unseren Standards“ entsprächen, entschuldigt und angekündigt, einen Hinweis darauf anzubringen. Das ist mit Datum von gestern passiert. Mir war heute morgen keine Änderung aufgefallen, aber das mag am Browser-Cache liegen. Inhaltlich bleibt die Redaktion standfest: „wir stehen zu unserer Analyse“. Der Text scheint aber noch in Arbeit zu sein – seht selbst.

links Anonyme Antidepublikationsguerilla republiziert Tagesschau-Onlinebeiträge vom 17. September 2010

2
Die nach dem 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag „depublizierten“ Archive des Tagesschau-Onlineangebots sind wieder online: http://depub.org/tagesschau/
Ein Redaktionsmitarbeiter hat den anonymen Machern offenbar ein Backup zugespielt. Weiteres depubliziertes Material und Archive anderer ÖR-Sender sollen folgen.
Alle Tagesschau-Meldungen

Die nach dem 12. Rundfunkänderungsstaatsvertrag (pdf) „depublizierten“ Archive des Tagesschau-Onlineangebots sind wieder online. Offenbar hat ein Redaktionsmitarbeiter den anonymen Machern die Daten zugespielt. Weiteres depubliziertes Material und Archive anderer öffentlich-rechtlicher Sender sollen folgen. Natürlich verstößt das Angebot gegen das Urheberrecht, erhält aber offenbar die Sympathien vieler Tagesschau-Redakteure und Nutzer. Die „Zeit“ hat mit den Machern ein kurzes Interview geführt.

Auf depub.org kann man also nun weiterhin alle Artikel lesen, die man mit seinen Rundfunkgebühren bezahlt hat, das volle Archiv ab 08/1999. Allerdings bislang ohne Bilder oder Videos. Künftig depublizierte Artikel sollen automatisch auf depub.org landen, und man muss sich nicht einmal die Mühe machen, sie neu zu verlinken, denn Depub bietet Links an, die nach Verfügbarkeit auf Tagesschau.de oder eben zu Depub führen.

Darüber hinaus stehen aber auch alle Tagesschau-Online-Meldungen der vergangenen elf Jahre als XML oder SQL zum Download bereit. Ich bin gespannt, was sich mit diesem Datensatz noch anstellen lässt. Tags gibt es schon, Statistiken und Verknüpfung mit Geodaten hat depub.org angekündigt.

Klicke jetzt mit einem Schmunzeln auf die Schaltfläche „Publizieren“.

links Feuern Sie Ihren Kunden vom 3. September 2010

7

Haltungsturner Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach nennt zehn Gründe, seinen Social Media-Berater zu feuern.

Meine Liste mit schlauen Ratschlägen für Social Media-Berater ist weit kürzer:

1.) Lehnen Sie jeden Kunden ab, der Sie nach Checklisten aus dem Internet beurteilt.

links Das Dilemma der Vorträge über “Die digitale Welt” | bertdesign.de vom 7. Juli 2010

Markus Bertling hat einen "lebenden Blogeintrag" als Google Wave begonnen. Diese Einsatzmöglichkeit von Wave ist ein sehr spannender Weg, die lineare Diskussionsstruktur von Blogkommentaren* aufzubrechen, konstruktive Konversation zu fördern und damit natürlich auch Leser zu binden.

Ach ja, es geht um einen Vortrag über "Digital Thinking" und darum, dass Diskussionen über Social Media aufgrund sehr unterschiedlichen Wissensstandes im Auditorium schnell zerfasern.

*Ja, Plugins und Themes wie P2, die einen forenähnlichen Kommentarstrang erlauben, sind mir bekannt.

Zur Seite http://bertdesign.de/netzleben/das-dilemma-der-vortraege-ueber-die-digitale-welt#comment-720

links What This Author’s 674,716 Facebook Fans Mean About ‚Fans‘ – Advertising Age – The Media Guy vom 6. Juli 2010

Ein junger amerikanischer Autor und früherer Redenschreiber für Ariel Sharon gewann völlig ohne Zutun 700.000 Fans für seine Facebook-Fanpage. Ein launiges Interview erklärt, warum das nicht unbedingt ein Beleg für die Segnungen des Social Media Marketings ist.

Zur Seite http://adage.com/mediaworks/article?article_id=144772

blog Nein, das Internet ist NICHT wie der Buchdruck! Beitrag über , , , vom 29. Juni 2010

8

Book Building

Immer wieder wird die disruptive Kraft des Internet mit der Erfindung des Buchdrucks gleichgesetzt (zuletzt ist es mir bei John Naughton aufgefallen). Dabei bleibt ein fundamentaler Unterschied auf der Strecke:

Die Erfindung des Buchdrucks war die Geburtsstunde der Massenmedien. Mit fortschreitender Alphabetisierung konnten durch Bücher, Flugblätter und Zeitungen mehr und mehr Menschen erreicht werden, zu verhältnismäßig geringen Stückkosten. Gegenüber den Skriptorien ein unglaublicher Durchbruch. Den geringen Stückkosten standen aber immense Fixkosten gegenüber. Daran hat sich seitdem wenig geändert. Alle Medien, mit denen eine größere Öffentlichkeit erreicht werden konnte, waren für Einzelpersonen unerschwinglich und eine Veröffentlichung lohnte sich wirtschaftlich nur bei einem großen erwartbaren Abnehmerkreis, egal ob in Zeitungen, Radio, Film oder Fernsehen.1 Kurz:

Der Buchdruck läutete das kurze Zeitalter massenhafter zentralisierter Einweg-Kommunikation ein.

Jedes neue technische Verbreitungsmedium hat nur die Reichhaltigkeit der Inhalte oder die Geschwindigkeit der Verbreitung erhöht. Keines aber hat ander Zentralität und Unidirektionalität gerüttelt. Das Internet setzt dem vielleicht ein Ende. Nicht, weil es die Massenkommunikation abschafft und das Konzept Öffentlichkeit an totaler Fragmentierung zugrunde geht. Internet-Meme und politische Aktion im Netz sprechen eine andere Sprache. Nein, die Zentralisierung der Produktionsseite bricht auf:

Hat man einmal Zugang zum Internet, gehen die Distributionskosten gegen Null. Selbst die Schranken der technischen Kompetenz sind durch Blogs etc. niedriger geworden.2 Wem das geschriebene Wort nicht liegt, der kann mit seinem Handy in Sekunden ein Video ins Netz stellen.3 Die latente Reichweite ist so hoch wie die von Spiegel Online. Die Konkurrenz, der Kommentar, die Gegenposition ist nur einen Klick entfernt. Das sorgt für eine völlig andere Konkurrenzsituation, eine Markt- und Machtverschiebung, veränderte Erwartungen, ein anderes Selbstverständnis des Rezipienten oder Prosumenten. Mit dem Fallen der Publikationsschwelle wird die Konkurrenz um Aufmerksamkeit schärfer. Diese „Ware“ wird teurer und immer weniger käuflich.

Der Vergleich mit dem Buchdruck verschleiert also die eigentlichen Auswirkungen des Internets. Massenkommunikation hatten wir schon. „Etwas wie der Buchdruck“ sollte also die Reaktion auslösen: „Ein neues Trägermedium – so what?“ Genau das scheint geschehen zu sein und immer noch zu geschehen. Verleger, Marketingleute, PR-Berater etc. übertragen noch mehrheitlich die alten Produkte, Prozesse und Geschäftsmodelle in das neue System. Doch gegenüber dem Internet ist das Buch geradezu ein autoritäres Medium.4 Der Blick in die Geschichte hilft gegen den gängigen Fehler, kurzfristige Auswirkungen zu über- und langfristige zu unterschätzen (Naughton). Danach aber bitte die Augen wieder heben:

Das Internet ist nicht wie der Buchdruck. Das Internet ist neu.

1) Über das Radio räsonierte Brecht schon, es „von einem Distributionsapparat in einen Kommunikationsapparat zu verwandeln“, in dem die Empfangsgeräte auch als Sendegeräte genutzt würden. Die Probleme damit liegen auf der Hand. IP-basierte Kommunikation hätte Brecht wohl gefallen. Netzneutralität auch.
2) Zu New Media Analphabetismus siehe TheMashazine.
3) Zum „Media Literacy“-Problem kommt natürlich noch, dass einfach nicht jeder Sender sein will. Das ist aber 1. auch gut so und steht 2. wieder auf einem anderen Blatt.
4) Selbst das Lesen von „klassischen“ Büchern wird auf E-Readern durch kollektive Annotationen „social“, vielleicht auf Kosten der Immersion.

links Einfluss von Social Media auf Politik(-mitarbeiter) vom 28. Juni 2010

Im Artikel E-Plus und „Digital Public Affairs“: Der Lobbyist als Agronom bei Marco Althaus‘ „Public Affairs Manager“ (btw: Ich mag Gunnar Benders Metapher vom Jäger vs. Bauern, sie passt auch auf Social Media PR generell) hat Bernd Buschhausen (@bebusch) auf eine Edelman-Studie (11/2009) über den Einfluss von Social Media auf Parlamentsmitarbeiter (pdf) hingewiesen:

Open publication – Free publishingMore public affairs

49 der 50 befragten Bundestagsmitarbeiter informieren sich auch online zu politischen Themen. Dabei haben 42% bereits zuerst über online-Kanäle von einem politischen Issue erfahren. Ein knappes Viertel hat aufgrund von Online-Informationen schon seine Position geändert.

Diese Zahlen können und sollen nicht darüber hinwegtäuschen, dass Massenmedien und persönliche Gespräche in ihrer Wichtigkeit immer noch weit vor Onlinekommunikation liegen. Sie zeigen aber auch, dass Stimmen im Netz nicht völlig ungehört verhallen, auch wenn es in der jüngsten Vergangenheit manchmal den Anschein hatte.

links Everything you need to know about the internet | Technology | The Observer vom 24. Juni 2010

Die neun Thesen von John Naughton sind nicht für jeden neu, aber gut geschrieben und helfen, das Netz und seine Auswirkungen zu verstehen.

Zur Seite http://www.guardian.co.uk/technology/2010/jun/20/internet-everything-need-to-know

Seiten: Prev 1 2 3 4 5 6 7 8 Next