links Wir haben’s allen gezeigt und keiner hat’s gesehen. vom 9. August 2013

Dass es nicht nur auf Leistung, sondern deren Wahrnehmung ankommt, klingt banal. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass diese Erkenntnis trotzdem oft der Betriebsblindheit zum Opfer fällt. Bei der Conversion-Rate-Optimierung werden dann schon die Button-Farben getestet, während das Offensichtliche ungenannt bleibt. Zum Beispiel vielleicht, dass 92% der Bestellungen am selben Tag das Haus verlassen? André Morys hat einen sehr schönen Weckruf geschrieben, Stärken auch zu kommunizieren.
http://www.konversionskraft.de/theorie/wachstumskiller-blickwinkel.html

links „The Startup is You“ vom 11. März 2013

Ein Großteil der Karriere-Ratgeber-Präsentationen hemmt das Fortkommen um genau die 5 Minuten, die man zum Querlesen braucht. Was Linkedin-Gründer Reid Hoffman und sein Co-Autor Ben Casnocha als Zusammenfassung ihres Buches bieten, ist aber wirklich sehenswert: http://www.businessinsider.com/career-advice-from-linkedins-founder-2013-3

blog 5 Jahre Sonntagmorgen Kaffee Beitrag über , vom 10. März 2013

Sonntagmorgen Kaffee, 2007 gegründet von Tamer El-Hawari und mir, ist heute seit 5 Jahren online. Das wird gefeiert durch versandkostenfreie Lieferung und ein kleines Gewinnspiel. Die Chronik dieser 5 Jahre, einer kleinen Ewigkeit im Internet, werde ich in nächster Zeit hier einmal ein wenig aufbereiten. Einiges davon findet sich schon im Sonntagmorgen-Blog und auf der Facebook-Page.

Sonntagmorgen Ladengeschäft in Porta Westfalica - Nammen

blog Nee nee nee nee nee nee nee! Beitrag über , , , vom 12. Februar 2013

Wenn Ihr es mir nicht geglaubt habt, vielleicht glaubt Ihr es dem Fuchs:

Mundpropaganda und Social Media: Mythen und Wahrheit from trnd on Vimeo.

Tausend Dank, Martin!

blog Squirrel! Beitrag über , , vom 27. November 2012

Eichhörnchen

Nach einem Jahr der Inaktivität wird sich hier etwas tun. Und es ist ein Eichhörnchen dabei.

blog PR-Menschen als Anwälte oder Weltverbesserer? Beitrag über , , vom 14. September 2011

Gestern schrieb ich über die Krisen-PR von Wiesenhof. In der darüber geführten Diskussion sprang mir wieder der Konflikt um das zugrundeliegende PR-Verständnis ins Auge. Die Linie der Auseinandersetzung verläuft zwischen normativem und deskriptivem Vorgehen, zwischen der Hoffnung auf eine Demokratisierung der Wirtschaft durch neue Kommunikationsmittel und der Überzeugung, dass sich die Regeln des Spiels nicht ändern werden.

Photoshop: Lawyer Jim

Diese Diskussion ist nicht ganz neu und wird immer wieder geführt werden, immer häufiger, je deutlicher sich die Struktur der Öffentlichkeit ändert. Exemplarisch sind die Kommentare von Carsten Rossi und Ed Wohlfahrt:

Carsten Rossi schreibt: „PR-Menschen haben zu funktionieren wie Anwälte, nicht wie Mediatoren.“

Ed Wohlfahrt sieht das anders: „Es geht, wie sie richtig sagen, um die langfristig beste Strategie, aber nicht nur für das Unternehmen sonder für uns alle. Und diese Strategie zu finden sollte oder besser könnte ein gemeinschaftliches Unterfangen darstellen. Diese gemeinsame Sache anzuleiten, zu befeuern, vielleicht zu strukturieren und darin auch die richtige Rolle / Sprache des Unternehmens zu finden bzw. mitzugestalten, dies wäre imho eine tolle Aufgabe für einen PR-Treibenden.“

Der Vergleich zum Anwalt hinkt, denn über Sieg und Niederlage wird in der Öffentlichkeit völlig anders entschieden als vor Gericht – anhand des medialen Echos auf manche Prozesse kann man das gut nachverfolgen. Die Art, wie verhandelt wird, die Sprache, der zugrundeliegende Code sind verschieden. Es hilft einem Unternehmen im Zweifel nicht weiter, „im Recht“ zu sein. Ein Gericht ist moralisch ignorant, die Öffentlichkeit nicht.

Diese moralische Ignoranz wohnt andererseits auch Unternehmen inne. Ein Unternehmen handelt zunächst rein gewinnmaximierend. Um in der Sprache der Systemtheorie zu sprechen, ist die PR ein Subsystem des Wirtschaftssystems (das ist umstritten, aber für mich logisch). Dieses System lässt sich nur innerhalb seines Codes irritieren, heißt zu Deutsch: Es ändert sich nichts, so lange es finanziell keine Auswirkungen hat.¹ Das kann einschließen, gute Arbeitsbedingungen zu schaffen, Brunnen in Afrika zu bauen oder Tiere zu schützen. So etwas geschieht aber nicht aus Philanthropie (allenfalls aus der der Anteilseigner, die sich damit wiederum außerhalb des Wirtschaftssystems bewegen), sondern im Wissen, dass ein Unternehmen gesellschaftliche Akzeptanz und Spielraum braucht, um handlungsfähig zu bleiben.

Da Wirklichkeit nicht objektiv wahrgenommen, sondern konstruiert wird, kommt es in erster Linie darauf an, als kooperativ, umweltschonend, guter Arbeitgeber etc. gesehen zu werden. Oft muss man das auch sein, aber hin und wieder scheinen auch Journalisten eine PR-Kampagne mit Einsicht und schöne Worte mit Handlungen zu verwechseln: „Doch Wiesenhof lenkt ein. Der erhöhte Druck auf die Subunternehmer ist nur einer von vielen Versuchen das beschmutzte Image wieder aufzupolieren. Tatsächlich startet gegenwärtig eine riesige PR-Kampagne.“

Meine hoffnungsvolle These: Je direkter der Zugang zu Information aus erster Hand wird, je mehr alles mit allem verknüpft ist, desto teurer wird die „Konstruktion wünschenswerter Wirklichkeiten„. In immer mehr Fällen wird es nicht nur moralisch, sondern wirtschaftlich günstiger sein, diese Wirklichkeiten zu schaffen und nicht nur zu vermitteln. In diesem Zuge wird sich auch das Rollenverständnis der PR vom Anwalt zum Mediator verschieben, ohne dass daher die Interessenbindung an den Auftraggeber wegfällt.

Ich gebe also keinen von beiden Recht, und doch beiden ein bisschen. Natürlich muss eine PR-Agentur/Abteilung versuchen, alle legalen und legitimen Mittel einzusetzen, um die Interessen ihres Kunden zu vertreten. Gute PR denkt aber über den Tag hinaus und erkennt, wann der langfristige Nutzen einer tatsächlichen Verhaltensänderung größer ist als der einer reinen Kommunikationskampagne.

1) Die Systemtheorie wurde schon immer für ihre rein deskriptive Herangehensweise kritisiert, mit der sich all zu leicht der Status Quo rechtfertigen ließe. Andererseits muss auch der Idealist, der kein reiner Träumer sein will, den Anschluss seiner Idealbilder an die Realität suchen.

blog Wiesenhof mit offensiver Krisen-PR bei Youtube Beitrag über , , vom 13. September 2011

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Im Urlaub habe ich einen spannenden PR-Fall verpasst: Wiesenhof (Danke an Simon Steiner für den Hinweis!). Eine gute Zusammenfassung hat schon vor Tagen Stefan Winterbauer von Meedia geliefert, die muss ich hier nicht wiederholen. In aller Kürze: Der Geflügelmäster wehrt sich gegen einen kritischen ARD-Beitrag durch die Veröffentlichung eigenen Videomaterials auf Youtube, das unter anderem eine Art „Making Of“ des Beitrags aus Sicht des Unternehmens enthält.

Mit einem eigenen Kamerateam will das Unternehmen zeigen, dass ein Interview mit dem Firmenchef einseitig geschnitten wurde und die Journalisten nicht neutral recherchiert hätten. In ihrem „Newsroom“ spielen sie auf der Social Media-Klaviatur, um ihren „Faktencheck“ zu präsentieren: Neben den Videos bei Youtube gibt es Dokumente bei Scribd, eine Mindmap bei Mindmeister, schicke Infografiken und einen Twitter-Account. Es wird viel extern verlinkt, um eigene Aussagen zu belegen.

Wiesenhof bedient sich damit der gleichen Mittel, die auch Verbrauchern zur Verfügung stehen, um im Internet ihre Sicht der Dinge publizieren zu können, wenn sie im Medien-Mainstream kein Gehör finden. Der Effekt des Social Web also, der vielen Unternehmen, gerade denen, die ohnehin unter kritischem Dauerfeuer stehen, Angst gemacht hat.

So innovativ die Wahl der Mittel wirkt und so sehr ich diese Beherrschung der Werkzeuge selbst manchen Journalisten wünschen würde, so wenig überzeugend wirkt sie auf mich (und offenbar viele andere, wenn man sich die Youtube-Bewertungen ansieht) inhaltlich. (Noch) neu daran ist, dass ein Unternehmen den Weg geht, selbst den Konflikt ins Internet zu verlagern, um dort direkt mit den Verbrauchern zu kommunizieren, also die Disintermediation für sich zu nutzen. Dieses Vorgehen ist auch in manchen Fällen durchaus gerechtfertigt ist, um tendenziösen Journalismus zu entlarven und die Reputation einer Organisation zu verteidigen. Die PR über Social Media kann als Korrektiv fungieren, wo das System des redaktionellen Journalismus versagt, wenn ich auch persönlich nicht den Eindruck habe, dass das hier der Fall ist.

Die Erklärung des Journalisten, es handele sich nur um einen Arbeitstitel, wirkt in der Tat ein wenig unbeholfen. Die glatte Kälte, die mir Frank Schroedter unter seiner offensichtlich aufgesetzten Freundlichkeit vermittelt, dreht aber den Gesamteindruck wieder. Die Videos sagen vielleicht mehr über die Haltung von Unternehmen und Agentur gegenüber der Öffentlichkeit aus als über die Recherchemethoden des ARD-Teams. Diesen Eindruck habe ich offenbar nicht allein.

Dass die Kommentarfunktion bei Youtube deaktiviert wurde, kann ich verstehen. Das hätte ich einem Kunden wahrscheinlich auch geraten, der sich mit einer solchen Welle der Kritik konfrontiert sieht, allein schon um den Moderationsaufwand in Grenzen zu halten und die Diskussion zu bündeln. Auch dass im Blog a.k.a. Newsroom hunderte Kommentare gelöscht wurden kann auch daran liegen, dass bei einem solch emotionalen Thema wirklich ein Großteil der Kommentare unter die Gürtellinie geht. In der Gesamtschau wird man aber das Gefühl nicht los, dass ein Dialog auf Augenhöhe hier nur inszeniert werden soll.

blog Nestlé-Marktplatz startet: Ein Unternehmen lernt dazu Beitrag über , , , vom 1. September 2011

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Seit heute ist der Nestlé-Marktplatz online, eine Mischung aus Onlineshop, Informations- und Dialogplattform. Dort lassen sich alle 1.500 Produkte des Konzerns bewerten und kommentieren, 600 davon auch direkt bestellen. Die Nutzer finden dort Inhaltsdeklarationen und können Produktideen und Rezepte einreichen. Natürlich fehlen auch Facebook-Seite und Blog nicht. Ich durfte mir die neue Plattform im Vorfeld ansehen und habe gestern zusammen mit einigen anderen Bloggern aus den Bereichen Social Media, PR und Ernährung mit den Projektverantwortlichen in Frankfurt darüber gesprochen. Ein ausführlicher Bericht zu dieser Feedbackrunde findet sich bei Jan Theofel.

Auch Deutschlandchef Gerhard Berssenbrügge war dabei. Blogger Relations als Chefsache hätte es Anfang 2010 wohl auch noch nicht gegeben. Mit dem Marktplatz will der Konzern zeigen, dass er in puncto Dialogfähigkeit dazugelernt hat. Seit der Palmöl-Kampagne im April 2010 wird Nestlé als abschreckendes Beispiel für Unternehmenskommunikation im Social Web herumgereicht. Nicht ganz zu Unrecht: Erst die unbeholfene Reaktion des Unternehmens auf die Greenpeace-Kampagne und auf den folgenden Facebook-Shitstorm brachte den Sturm der Entrüstung richtig in Fahrt. Weil ich diese Entwicklung damals recht detailliert dokumentiert habe, widme ich nun auch der aktuellen Entwicklung einen längeren Beitrag.

Nestlé Marktplatz

Die Umsetzung

Der Shop soll nicht in Konkurrenz zum Handel treten. Es ist nur knapp die Hälfte des Sortiments auch bestellbar, zu üblichen Ladenpreisen. Frischeprodukte sind zum Beispiel aus logistischen Gründen nicht erhältlich. Stattdessen finden sich auch 100 ausländische Produkte, die hier nicht im Handel erhältlich sind. Im Vordergrund steht, wie auch die Startseite und die verspielte Optik suggerieren, das „Entdecken“. Wer nun aber die „Back“ aus Italien vermisst, muss ein paar Kilo Nudeln mitbestellen: Trotz Versandkosten von 4,90 Euro gilt ein Mindestbestellwert von 20 Euro. Kostenlosen Versand gibt es erst ab 70 Euro. Wer seinen Warenkorb schnell mit Nespresso-Kapseln auffüllen will, wird enttäuscht. Der Alu-Fetisch fehlt im Sortiment.

Um die scharfe Sauce aus dem ausländischen Supermarkt auch wiederzufinden, wenn man ihren Namen vergessen hat, kann man die Produkte auch nach der Verpackungsfarbe filtern. Häufiger genutzt werden wahrscheinlich die in anderen Lebensmittel-Shops seltenen Filter nach Halal, Vegetarisch, Vegan etc. – eine Leistung, die ein Händler mangels Zugriff auf die genauen Inhaltsstoffe kaum bieten kann.

Die Flash-Navigation des Shops im Stil von „Das verrückte Labyrinth“ ist gewöhnungsbedürftig, aber hübsch. Ein paar der üblichen Flash-Seiten-Probleme werden dem Marktplatz gerade noch ausgetrieben, und natürlich hat man auch an eine konventionelle Seite für die iPad-Nutzer gedacht. Ich hätte eine konsequente Nutzung von HTML5 lieber gesehen, aber Flash ist offenbar nicht tot zu kriegen.

Nestlé rechnet mit für seine Verhältnisse lächerlichen Umsätzen. Im Vordergrund sollen die Information und der Dialog stehen, der Kauf nach wie vor im Supermarkt stattfinden. Um so mehr überrascht es, dass eine mobile Version der Seite noch nicht existiert und offenbar auch nicht unmittelbar folgen soll. Damit ließen sich nicht nur Informationen per QR-Code oder Barcoo-mäßiger App an den Kunden am Regal vermitteln. Auch in umgekehrter Richtung online-offline wären z.B. Promotion-Aktionen möglich, ohne auf den Handel angewiesen zu sein.

Ein guter Anfang

Was es nicht ist: Eine radikale Veränderung der Unternehmenskultur. Was es ist: Eine deutliche Wegmarke, die zeigt, das in puncto Kommunikation eine neue Richtung eingeschlagen wurde. Die Projektverantwortlichen betonen, dass der Marktplatz bereits vor der Greenpeace-Kampagne in Arbeit war, räumen aber ein, das Konzept daraufhin noch einmal angepasst zu haben. Hartmut Gahmann, Leiter der Unternehmenskommunikation in Deutschland, erhofft sich, mit dem Projekt aus den „ideologischen Schützengräben“ herauszukommen.

In einigen Punkten geht auch die Plattform tatsächlich weiter als der Durchschnitt: Die Kommentare können ohne Registrierung abgegeben werden und werden nur im Nachgang moderiert. Kritik soll ausdrücklich zugelassen und beantwortet werden. Es fehlt allerdings noch an den Tools dafür: Ein Threading der Kommentare, das einen direkten Bezug von Kommentaren aufeinander abbilden würde und Diskussionen/Dialog ermöglichen würde, fehlt genauso wie eine Möglichkeit für Nestlé, seine Fans und Kritiker direkt zu erreichen. Auch die Möglichkeit, Fragen zu einem Produkt zu stellen oder weitere Kommentare zu abonnieren, besteht nicht. Kommentare abgeben ist erst einmal alles, was dem Konsumenten möglich ist.

Der Dialog auf der Facebook-Seite funktioniert nun jedenfalls schon deutlich besser. Wurden im letzten Jahr noch die Kritiker angepöbelt, gibt es jetzt Community-Management nach Lehrbuch: Es wird Kritik zugelassen, sachlich argumentiert und auf die Selbstregulierung der Community gesetzt.

Skepsis, ob die neue Offenheit belohnt wird, ist berechtigt, die Unkenrufe über bevorstehende Kommentarstürme aber übertrieben. Natürlich wird der eine oder andere in den nächsten Wochen testen, wo Nestlés Toleranzgrenze liegt. Dass aber organisierte Pressure Groups den Marktplatz für Protestaktionen nutzen, halte ich für unwahrscheinlich: Woanders tut es einfach mehr weh. Die Marktplatz-Kommentare landen in keinem Stream, weder auf Sender- noch auf Empfängerseite. Der Protest bliebe im Silo und ließe sich mit einem Klick entfernen – auch wenn Nestlé betont, dass so etwas nicht vorgesehen ist.

Ein wenig PR-Getrommel muss man von den Nestlé-Ankündigungen natürlich abziehen: Natürlich will man dort keine Diskussionsplattform über Palmöl, Milchpulver und Wasserprivatisierung einrichten. Da sitzen keine Hasardeure, die Aktion ist auch nicht naiv. „Social Commerce“ ist im Moment ein Mode-Etikett und für den Shop mit Kommentar- und Vorschlagsfunktion vielleicht eine halbe Nummer zu groß. Und ob mit der bisher bestehenden technischen und personellen Basis wirklich ein so tiefer und breiter Dialog geführt werden kann, dass man aus den ideologischen Gräben kommt, muss sich zeigen.

Auf der anderen Seite ist es, die Einhaltung der Ankündigungen vorausgesetzt, doch deutlich mehr als sonst in der Branche gewagt wird. Es ist sicher einen zweiten Blick wert.

blog Wie man einen Blogger pitcht – nicht. Beitrag über , , , vom 10. Mai 2011

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Hallo Till Sebastian,

bei meiner Recherche bin ich heute auf Deinen Blog gestoßen! Ich finde den Blog super! Dachte, dass wir vielleicht auch etwas zusammen machen könnten.

Wir, [Sammelmailversender], sind eine kleine Agentur. Wir sammeln im Auftrag von unseren Kunden von Bloggern Feedback über die Kunden ein.

D.h. im Detail folgendes: Du schreibst über unseren Kunden ein Feedback in Deinem Blog. Das kann positiv sein, allerdings muss es dies nicht sein. Findest Du gewisse Sachen schlecht, so kannst Du das ruhig schreiben! Nur so kann der Kunde letztendlich sein Produkt auch verbessern.

Das ganze musst Du natürlich nicht umsonst machen. Wir zahlen Dir dafür eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 50 Euro. Die würden wir dir per Paypal oder Überweisung zuschicken.

Hast Du Lust darauf? Falls ja, so würde ich mich über eine kurze Antwort freuen!

Viele Grüße,
[Praktikant?]

Ok, irgendwer hat Euch erzählt, dass man Blogger unbedingt duzen muss, wegen der Lockerheit und so. Persönliche Ansprache beim Vornamen schafft eine vertraute Ebene, den Namen findet man ja im Impresseum. Es macht dann auch nichts, zweite Vornamen zu verwenden, die der Angesprochene sonst nie führt.

Wichtig auch: Den Blogger loben, dass sein Blog total super ist. Auch wenn man nichts davon gelesen hat, daher auch nicht schreiben kann, warum das Blog so super ist.

Es geht lobenswerterweise natürlich nicht um Google-Juice, sondern um ehrliches Feedback. Auch das ist essentiell, denn die Blogger sind schließlich sehr empfindlich gegenüber Vereinnahmungsversuchen und glauben dagegen sicher gern, dass der Kunde der Agentur total offen ist und so.

Zu guter letzt: Warum sollte man in der Ansprache einen Unterschied zwischen einem persönlichen Blog und einem Firmenblog machen? (Bei letzterem ging die Mail ein.) Einfach raus mit der Mail, 1% Response reichen.

Ach Leute.

blog re:publica 11: Ich auch. Beitrag über , , , vom 4. April 2011

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Noch 8 Tage bis zum „Klassentreffen„. Zeit, Hausaufgaben zu machen, das Programm zusammenzustellen und zu veröffentlichen, für mich als überall zugängliche Erinnerungshilfe und für andere als Hinweis, wo sie mich treffen können (oder vermeiden, je nach gusto). Nicht zuletzt, da ich den März in Syrien vebracht habe, interessieren mich dieses Jahr vor allem die Berichte über die Organisation von politischem Protest in Nahost über das Netz.

Den ersten Tag werde ich aus der Ferne per Stream zu verfolgen versuchen und ggf. aus dem Off meinen Senf hinzugeben. Dass sich manche Termine überschneiden, weiß ich selbst. Da wird spontan entschieden. Im Übrigen sind das Schönste ja ohnehin die Pausen.

Mein Plan für die re:publica 11

 

13.4.
Telepräsenz
11:00:00 Geek Politics and Anonymous FriedrichstadtPalast
12:00:00 Wenn Linke Linke verlinken Kalkscheune, großer Saal
14:00:00 Modern revolutions are digital revolutions FriedrichstadtPalast
15:00:00 Energie 2.0 – SchwarmStrom, Internet und die ökologische Energiewende Kalkscheune, Workshop 1
15:30:00 Sharing-culture in the arabian world FriedrichstadtPalast
16:00:00 Global Voices: The world is talking. FriedrichstadtPalast
Grenzmanagement in der digitalen Welt Kalkscheune, blauer Saal
17:00:00 Redesign Geld Kalkscheune, blauer Saal
19:00:00 Power in the Digital Age Kalkscheune, Workshop 3
14.4.
Da.
10:00:00 The Internet of Elsewhere FriedrichstadtPalast
11:00:00 Facebook Revolution Kalkscheune, großer Saal
12:00:00 Lobbying the European Parliament Kalkscheune, Workshop 2
14:00:00 Leaking Transparency Kalkscheune, großer Saal
15:00:00 Politische Klicks Kalkscheune, blauer Saal
16:00:00 Selbstvermarktung und Subversion im Netz Kalkscheune, Workshop 3
17:00:00 Egyptian Social Media Stories FriedrichstadtPalast
15.4.
Noch da.
10:00:00 Ushahidi FriedrichstadtPalast
Was ist ein Kontrollverlust? Kalkscheune, kleiner Saal
11:00:00 Dezentrales Clustern Kalkscheune, blauer Saal
12:00:00 Krieg im Netz – Stuxnet, WikiLeaks und Bloggen von der Front Kalkscheune, kleiner Saal
14:00:00 Offene Sicherheit Kalkscheune, Workshop 2
15:00:00 Bürgerbeteiligung im Bundestag Kalkscheune, Workshop 2
17:00:00 Ringelpietz mit Anklicken: Parteiseiten, Perlenzüchter, Ponypornos Kalkscheune, Workshop 1
18:00:00 Abschluß Kalkscheune, großer Saal

Die re:publica macht einem obiges übrigens nicht leicht: Man kann seinen Plan zwar ausdrucken, nicht aber herunterladen. Ein Hauch von Print-Nostalgie? Und da es auch keinen Login, sondern nur ein Cookie gibt, lässt sich die am heimischen Rechner zusammengestellte Planung nicht einmal über das Smartphone abrufen. Zum Glück gibt es Web Scraper (ich habe eine Chrome-Extension eingesetzt), aber das lässt noch Raum für Verbesserung.

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