twitter vom 24. Mai 2009

“[W]ie sich ein Lufthauch zu einem Sturm entwickelt, kann deine Tat wirken.” (http://tinyurl.com/qxqpf8) Stimmt: http://DuBistTerrorist.de/

twitter vom 26. April 2009

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“Wie teuer darf ich sein?” Meine Antwort: “Dein Gegenüber muss nach Zögern einwilligen. Zögert er nicht, war’s zu billig, lehnt er ab, war’s zu teuer.” - Darauf sind auch andere gekommen: Flinch based pricing via @frinsen

blog April, April als Marktforschung Beitrag über , , vom 22. April 2009

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Pünktlich zum zweiten Quartal schlug ein Startup ins Web ein, auf das die Branche nur gewartet hat: YouSoup bereichert den Reigen des “Mass Customized Food” um Suppen zum selber mischen. Natürlich habe ich den Launch als Mitgründer auch hier im Blog angekündigt. Die Idee: Fertigsuppen in Pulverform, online konfigurierbar und einfach in der Kaffeemaschine aufzubrühen. Ein Spin-Off meines Kaffee-Startups Sonntagmorgen - dort ebenfalls besprochen.

Natürlich alles Quatsch. Das neue Startup war der diesjährige Aprilscherz des Sonntagmorgen-Teams. Wie der letztjährigen Ankündigung, die Schleichkatze Luwak zur Gourmet-Kaffeeproduktion nun bei uns im Büro zu halten, sind uns auch dieses mal etliche Kollegen und Kunden auf den Leim gegangen. Natürlich sind solche Meldungen, wenn sie virales Potential entfalen, neben dem Spaß beim Ausdenken in erster Linie eine Marketingaktion. Die diesjährige Aktion hatte aber noch eine weitere Dimension: Mich erreichten anerkennende Mails von Mitbewerbern, Interviewanfragen und als Gipfel ein Finanzierungsangebot. Handfeste Antworten auf einen lockeren Scherz.

Nehmen wir einmal an, wir hätten YouSoup tatsächlich starten wollen, aber - wie im Bereich Mass Customizing die Regel - noch kein Vorbild, das das Funktionieren unseres Konzepts beweist. Erste kleinere Befragungen sind vielversprechend, aber der Test am Markt könnte nur mit immensen finanziellen Mitteln oder als “Sprung ins Kalte Wasser” erfolgen. Am 1. dieses Monats hätten wir viel lernen können.

Mit einem Start zum 1. April kann man eine Idee dem Härtetest unterziehen. Wenn sie an diesem Datum mehrheitlich ernst genommen wird und Resonanz erzeugt, ist sie einerseits skurril genug, um Interesse zu erzielen, andererseits vernünftig genug, um zu bestehen. Das wichtigste aber: Man kommt ohne Gesichtsverlust aus der Sache ‘raus.

Bevor jemand fragt: Suppe aus dem Hause Sonntagmorgen ist auch weiterhin nicht geplant.

links Wordpress zum Online-Shop machen: 8 E-Commerce Plugins vom 10. April 2009

Wer über sein Blog auch verkaufen möchte oder eine möglichst nahtlose Integration von Blog und Shop sucht, sollte sich diese Wordpress-Plugins ansehen. Kaum einer der meist amerikanischen Shops wird aber auf Anhieb dem komplizierten deutschen Recht genügen - hier ist Handarbeit und Überprüfung durch einen Rechtsanwalt gefragt. Das erhöht wieder Aufwand und Kosten gegenüber einem schon vernünftig lokalisierten OpenSource-Shopsystem. Der Autor will Abhilfe schaffen und ein E-Commerce-Plugin für den deutschen Markt schreiben.

Zur Seite http://playground.ebiene.de/1787/wordpress-ecommerce-loesungen/

blog myON-ID - Ihr schlechter Ruf im Internet? Beitrag über , , , , , , , , , vom 7. April 2009

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Eine derartige Personalie mit Andeutungen und Nachtreten würde mir bei jedem Unternehmen aufstoßen. Bei einem Anbieter von Reputationsmanagement kann es sich nur um Satire, ein “Worst Practice”-Beispiel oder einen cerebralen Totalausfall handeln. Derzeit sagt es mehr über das Unternehmen als den geschassten. Warum ich das verlinke? Weil es ein Beispiel für Social Media Kommunikation ist und myON-ID nun das Echo erhält.

Zur Seite http://blog.myonid.de/2009/04/myon-id-trennt-sich-von-sebastian-kupers/

UPDATE: Während ich noch überlegt habe, wie ich myON-ID-Gründer Mario Grobholz von den Gefahren des Bloggens unter akuter Hypertonie warnen soll, hat Christoph Salzig alles schon treffend formuliert - Entspannungsübungen inclusive. Auch Mike Schnoor wundert sich . Ich beschränke mich also aufs Warten. Darauf, dass im myON-ID-Blog wieder Kommentare freigeschaltet werden und auf eine Erklärung. Nicht über das Fehlverhalten des Entlassenen, sondern wie man sich in diesem Kontext so gehen lassen kann. Mich interessiert das eher aus professioneller als aus moralischer Sicht. Die Aktion hat schließlich auch handfeste Folgen.

UPDATE2: Christian Boelling hat natürlich recht, dass es Gründe geben kann, die einen an offener Kommunikation hindern. Dann allerdings frage ich mich, warum ich mich mit solchen Themen in die dialogstärksten, schnellsten und meinungsfreudigsten Kanäle der ganzen Medienlandschaft begeben muss - Twitter & Blogs. Es wäre ja auch gar nichts geschehen, wäre man sachlich geblieben. Mike Schnoor ist offenbar schon schlauer, wir dürfen weiter gespannt sein.

UPDATE3: Oliver Berger hat mit Mario Grobholz gesprochen und bekräftigt, was sich aus dem Kontext einer längeren Online-Abstinenz erahnen ließ: Dass der Satz “Falls er mal wieder wo auftaucht” anders gemeint war als vielleicht auf Anhieb vermutet. Er schreibt, dass es Gründe gerade für die öffentliche Trennung gab. Das erzeugte sozialmediale Echo scheint aber so nicht geplant gewesen zu sein. Mit einem neuen Blogpost versucht ein von den Reaktionen enttäuschter Mario Grobholz eine Erklärung: Man habe sich “auf die Fakten konzentriert”. Er zieht den Schluss, dass negative Nachrichten im Web 2.0 keinen Platz haben. Das Gegenteil ist in meinen Augen der Fall: Das Netz giert nach Aufregern. Gerade deshalb gehört eine offenbar so verfahrene Personalie nicht auf Twitter, was Mario Grobholz jetzt genauso sieht:

“Gerlernt habe ich auch, dass Meldungen dieser Art nicht mehr kommentiert werden sollten. Auch sollte man nicht darüber twittern. Anmerken möchte ich, dass  in der Kürze einer Information seine Funktion liegen kann und nicht Zeichen mangelnder Reflektion sein muss.”

Dann aber auch konsequent und nicht mit weiteren mißverständlichen, Gerüchte fördernden und damit potentiell reputationsschädlichen Andeutungen. Es geht die Öffentlichkeit natürlich nichts an, was die Hintergründe sind. Gerade deshalb sollte man aber doch die Neugier nicht noch schüren. Womit er sicher recht hat:

“dass Aufregen nicht immer die sinnvollste aller Reaktionen auf schlechte Nachrichten ist.”

Nie. Manche Nachrichten regen allerdings mehr zum Aufregen und zur Spekulation an als andere. Die erneute Stellungnahme ist da keine Ausnahme.

UPDATE 4: Nach der eher trotzigen Reaktion von letzter Nacht klingt der heutige Versuch der Deeskalation weit versöhnlicher. Mario Grobholz räumt ein, dass einige seiner Äußerungen “nicht geschickt” waren. Es sei in erste Linie um die juristisch notwendige Publikation der Personalie gegangen, nicht darum “jemanden an den Pranger zu stellen”. Die Klarstellung und Entschuldigung zeigt Einsicht und ist ein guter Schritt, zu dem man nur gratulieren kann.

Die Essenz aus diesem Sturms im Wasserglas könnte lauten: Form follows function. Unangenehme juristische Pflichtverlautbarungen sind bei Twitter deplaziert und auch im Blog problematisch - zumindest wenn man (gezwungen) halbherzig kommuniziert und damit die Gerüchteküche auf Umluft mit Grill schaltet. Also doch noch einmal eine Verwendung gefunden für die gute alte Pressemitteilung?

links Suchmaschine mit Bewertungsfunktion: YeahIt vom 5. April 2009

Ein ähnliches System gibt es bereits für eingelogte User des englischsprachigen Google. Dort fließt es aber anscheinend - noch - nicht in die öffentlichen Ergebnisse ein. Noch sind sehr wenige Anfragen bei YeahIt gerankt, das simple Projekt ist aber einen Blick wert.

Zur Seite http://www.yeahit.de/

links YouSoup.de - Suppe selber mischen! vom 2. April 2009

Individuell, schnell und gesund: Ein Mass Customizing-Angebot für Tütensuppe war nur eine Frage der Zeit. YouSoup.de bietet einen besonderen Clou: Die Zubereitung in der Kaffeemaschine.

Zur Seite http://www.sonntagmorgen.com/yousoup/index.html

blog Relevanzmessung bei Twitter & Co. Beitrag über , , vom 8. März 2009

Vor einigen Wochen hat die AGSM um Beiträge zum Thema Relevanzmessung gebeten. Ein spannendes Thema, mit dem ich mich trotzdem schwer tue. Mir fehlt zunächst eine eindeutige, empirisch belastbare Definition von Relevanz.

Der einfachste Zugang ist wohl das journalistische Auswahlkriterium der Aktualität als Produkt aus Überraschung (als Abweichung vom Bekannten) und Relevanz (als Ausmaß der Folgen dieser Abweichung). Im alltäglichen Sprachgebrauch wird die Bezeichnung “Relevanz” oft zum Oberbegriff. Damit will ich mich aber in einem eigenen Blogpost befassen.

Erfolgsfaktoren für Relevanzmaße

Hier soll es um die Bewertungskriterien von Aggregatoren/Memetrackern und Ranglisten gehen, insbesondere für Twitter. Für solche Kriterien gibt es einige wenige auf der Hand liegende Erfolgsfaktoren:

Punkt 1 ist wörtlich zu nehmen. @robgreen alias Robert Basic stieg vom Fleck weg in die Twitter-Charts ein, bevor er diesen Kanal überhaupt aktiv bediente, allein anhand der Popularität seines (mittlerweile ehemaligen) Blogs. Seine Relevanz als Blogger übertrug sich auf ein zum Start recht irrelevantes, weil inaktives Twitterprofil. Also muss man dafür sorgen, dass der Wert der verbreiteten Information einbezogen wird. Punkt 2 ist relativ selbsterklärend - bei allein in Deutschland mehreren Zehntausend Twitter-Usern und Millionen weltweit wird es keine Academy geben, die qualitativ Profile bewerten kann. Tranzparenz ist wichtig, damit die Bewertung nachvollziehbar und wiederholbar bleibt. Der letzte Punkt erklärt sich besonders aus einem Trend der letzten Monate.

Twitter-Verzeichnisse und -Ranglisten werden bislang meist nach der Zahl ihrer Follower geordnet. Es hat eine Weile brauchbar funktioniert, bis findige selbst ernannte Social Media Marketingexperten, Ich-mach-Dich-zum-Internet-Millionär-Coaches und Sozialprotze systematisch ausnutzten, dass ein zweistelliger Prozentsatz an Twitter-Usern jedes Abonnement erwidert. Das sieht auch der deutsche Twitter-Ranking-Pionier Jens Schröder alias Popkulturjunkie so und teilt in der aktuellen Ausgabe mit, dass er durch ein System, dessen Funktionsweise er nicht verraten will, ab jetzt verdächtige Accounts aus seinen Charts herausfiltert.

Latente Reichweite

Die Stoßrichtung halte ich für richtig, allerdings setzt sie am Symptom, und nicht an dessen Ursache an: Followings sind Abonnements und schaffen nur eine latente Verbindung. Ab dem Abschluss, also dem Klick auf den “Follow”-Button, sind sie passiv. Besser geeignet wären aktive Verbindungen oder Empfehlungen, die regelmäßig erneuert werden.

Tatsächliche aktive Verbindungen drücken sich in Konversationen aus. Dazu haben Huberman und andere in den USA Anfang des Jahres eine sehr eine interessante Studie veröffentlicht. Der Kern ist, die Verknüpfungen in “Friends” und “Followers” (Achtung: Semantischer Konflikt mit den Twitter-internen Bezeichnungen). Mit “Friends” haben die untersuchten User mindestens 2 Nachrichten ausgetauscht, mit den “Followern” sind sie nur passiv verknüpft.

Genau diesen Ansatz hat Dr. Benedikt Köhler (AG Social Media) in Twitter Friends umgesetzt. Dort kann man sich auch das aktuelle soziale Netz eines Twitter-Users anhand von @-replies anzeigen lassen. Dieses Netzwerk würde vielleicht schon eher taugen, um die Vernetzung eines Twitter-Profils zu beurteilen - aber sind Unterhaltungen überhaupt ein Maß für Relevanz? Für mich sind die meisten @-replies im Gegenteil eher Rauschen. Sie richten sich an einen einzelnen Empfänger und haben nur im Einzelfall eine Bedeutung für einen größeren Empfängerkreis.

Was weitererzählt wird, hat Relevanz

Die interessantere Funktion (oder besser Konvention) von Twitter in diesem Zusammenhang sind die Retweets. Was einem Leser wert ist, es in seinem Leserkreis weiterzugeben, muss von ihm zuvor 1. tatsächlich rezipiert worden sein, 2. in irgendeiner Form für relevant gehalten werden. Je öfter das geschieht, desto eher ist von einem allgemeinen, öffentlichen Interesse auszugehen. Retweet Radar setzt das um, allerdings global und mit Fokus auf Themen, nicht auf User.

Die Zahl der Retweets eignet sich in meinen Augen am besten für die künftige Relvanzmessung von Userprofilen bei Twitter. Natürlich gibt es auch bei dieser Methode einige Ausreißer aufgrund simpler sozialer Mechanismen, ansonsten werden aber alle vier o.g. Faktoren ausreichend erfüllt. Was fehlt, ist die Umsetzung.

Noch eine Anmerkung: Allen Ansätzen zur Relevanzmessung von Inhalten und ihren Produzenten ist eine hohe Anfälligkeit für Verstärkereffekte gemein. Wer einmal auf der ersten Google-Seite, auf den ersten Plätzen eines Rankings oder auf der Startseite eines Memetrackers erscheint, wird auch in Zukunft öfter verlinkt und erwähnt werden (der Link über Memetracker ist gerade ein lebendes Beispiel).

links Who Is Really Writing Those Twitter Feeds? | Newsweek.com vom 14. Februar 2009

Schätzungsweise 11% der amerikanischen Onliner sind bei Twitter. Dell listet über 130 autorisierte Accounts von Mitarbeitern. Viel wichtiger - der Nutzen von Twitter für Unternehmen auf den Punkt gebracht: "tough, necessary conversations, providing a two-way feedback of the sort you can't have with an RSS feed". Word!

Zur Seite http://www.newsweek.com/id/184656

links 8 Tools to Track Your Footprints on the Web - ReadWriteWeb vom 2. Februar 2009

Eine Liste von Tools, mit denen man Konversationen über sich selbst (oder seine Marke) nachverfolgen kann. Da es sich um einen amerikanischen Beitrag handelt, sind die Tools für das deutsche Web nicht alle optimal. Um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen oder ein kleines Frühwarnsystem aufzubauen, reicht es allemal. Danke an @ibo für den Link!

Zur Seite http://www.readwriteweb.com/archives/8_tools_to_track_your_footprin.php

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